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Der Krimi für die Tasche kommt direkt durch die Ohren ins Hirn – Hörbücher liegen voll im Trend

Apr 24, 16 • HörbuchNo CommentsRead More »
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Wie gut, dass es Hörbücher gibt, denn ihnen kann viel besser gelingen, was bei reinen Texten mitunter schwer fällt – denn sie müssen Umwege nehmen, es dauert länger, bis sie ins Hirn gelangen und man kann nichts nebenbei machen, ausser Lesen.

pixabay.com

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Wer kennt sie nicht: Leute, die einem mit Kopfhörern ausgestattet und abgeschottet von der Umwelt in Bussen, Bahnen und so ziemlich jedem weiteren öffentlichen Verkehrsmittel begegnen. Leute, die einem auch schon früh morgens leicht mit den Füßen wippend und mit geübtem Hüftschwung, natürlich zum Takt, auf der Straße begegnen. Mit einem Grinsen im Gesicht und einem weitgestellten Blick, der in die Ferne gerichtet ist, gehen sie an einem vorbei, als hätte es sie nie  gegeben. Oder diejenigen, die hochkonzentriert mit zuckenden Augen einem mordsspannenden Thriller lauschen und dabei, ihre Umwelt vergessen.

Wie unter einer  Käseglocke

Ist es Zufall, dass in einer primär visuell geprägten Umwelt mit Smartphones, Tablets und einer  ganzen Reihe weiterer mobilen Devices immer mehr Wert auf akustische Sinneswahrnehmungen gelegt wird? Ist es einTrend Wortkunst oder Audioschmalz aufzunehmen, der direkt das Herz berührt?

Längst haben auch grosse Konzerne den Audiotrend erfasst und nutzen diese Kunstform zweckgebunden und im Sinne ihrer Zielgruppe. Selbst der japanische Automobilkonzern Nissan hat für seine Zielgruppe Eltern-mit-Kind speziell das Audioformat dazu genutzt, um beruhigend auf die schreienden Kinder ihrer Käufer einzuwirken und so Autofahren zu einem entspannten Genuss für alle werden zu lassen.

Festzuhalten bleibt: Audioerlebnisse, egal ob Musik- oder Sprachgenuss, setzen dem Zuhörer eine Glocke auf, schirmen ihn von seiner Umwelt ab und helfen dabei, den Blick nach Innen zu wenden.
Sie liegen also längst im Trend.

Einfach nett, wenn man so in den Schlaf gedudelt wird – Das Problem der verpassten Enden

Manch einer hat sich schon immer gefragt: Was haben heiße Milch mit Honig, ein warmes Bad oder autogenes Training gemeinsam? Ganz klar: Alle Drei sind bevorzugte Einschlafhilfen, die je nach Typ oder Gelegenheit eingesetzt werden und zum gewünschten Effekt eines angenehmen Einschlafens führen.
Wenn da nicht das Problem der verpassten Enden nächsten Morgen immer wieder zu der Frage führt: Bin ich wirklich so vergesslich?
Für Menschen mit gesteigertem Ruhebebedürfnis kann der Griff zur sonoren Stimme einer Hörbuches sehr sinnvoll sein, denn ein Hörbuch hat gleich mehrere Pluspunkte:
– Man muss sich nicht anstrengen, das zu hören, was man möchte
– Man kann beim Hören eines Hörbuchs genau das tun, was man möchte
– Hörbücher geben einen Hauch von Geborgenheit
– Hörbücher erinnern an die eigene Kindheit
Als Einschlafhilfe hat das Hörbuch damit seinen Zweck sehr gut erfüllt, wenn da nicht immer wieder das vermaledeite Problem der verpassten Enden wäre.

Regisseure für die Ohren – vom Hörbuch zum Hörspiel

Hörbücher sind oftmals Nebenprodukte von Buchverlagen. Es existiert kaum ein Print-Bestseller auf dem heiss umkämpften Buchmarkt, der nicht zumindest auch als Hörbuch im Regal steht. Die Gemeinsamkeiten hören jedoch spätestens nach der bei Hörbüchern ebenso vorhandenen ISBN auf: Hörbücher unterliegen nach überwiegender Mehrheitsmeinung nicht der Buchpreisbindung. Ob Hörbücher im  Preis  gebunden  werden  müssen,  ist  im  Buchpreisbindungsgesetz  (BuchPrG) nämlich nicht  ausdrücklich  geregelt. Die  Frage  hängt  also  davon  ab,  ob  sie  als  Bücher  im  Sinne  des  Gesetzes anzusehen  sind und damit auch der Buchpreisbindung unterliegen, muss genau genommen anhand  einer  Auslegung  des  Gesetzes  geklärt  werden. In der Praxis kann man sich selbst  jederzeit davon überzeugen, dass Hörbücher nicht der Buchpreisbindung unterliegen und damit je nach Anbieter zu unterschiedlichen Preisen zu haben sind.

Starke Stimmen – gesprochene Bücher gelangen als Hörspiel direkt ins Hirn

Wer einmal ein Hörbuch mit einer Hörspiel desselben Titels verglichen hat, wird den Unterschied ganz schnell selbst herausfinden: Hörbücher sind meist von Buchvorlagen abgelesene Texte wohingegen Hörspiele oftmals mit  viel Aufwand, einem eigenen spezialisierten Hörbuchautor produzierte Audioevents sind. Effektvoll dramaturgisiert gelangt ein gut gemachtes Hörspiel damit direkt ins Hirn und damit genau dorthin, wo der Autor es zumeist auch haben will.
So gut wie jedes erfolgreiche Buch wird auch als Hörbuch umgesetzt.  Und viele Bestsellerwerke zusätzlich noch als Hörspiel, bei dem die Romanvorlage eben nur als Vorlage dient, aus dem ein dramturgisch eigenständiges Produkt entsteht. Dieser Trend ist bei Kidner- und Jugendbüchern genauso ganz stark, wie auch bei Suspensewerken, bei denen es in ganz erheblichen Maße darauf ankommt Spannung, Thrill und Atmosphäre zu transportieren. und das gelingt bei Hörspielen in einem ganz erheblichen Maße plastischer, als bei Hörbüchern.

Musik, Hörspiele und Hörbücher sind beliebt, viel genutzt und erfreuen sich einer unvermindert steigenden Popularität. Man darf gespannt bleiben, was sich zukünftig auf dem Markt so tut und vor allem welches erhebliche Potential nhoch zu entdecken bleibt, wenn Hörbuch und Internet interagieren.

Autor: cm | krimi-tick.de

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