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„Das Kartell“ von Don Winslow – Knallhart, aber mit das Beste was Don Winslow zu bieten hat

Mrz 29, 16 • ThrillerNo CommentsRead More »
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Der Autor Don Winslow integriert in seinem Thriller „Das Kartell“ reale und dokumentierte Ereignisse in den roten Faden der Handlung und schildert den Background mit erzählerischer Freiheit. Das Kombi-Paket wirkt mitunter so intensiv, dass es schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen.

pixabay.com

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Über das Buch „Das Kartell“

Sie waren mal beste Freunde. Aber das ist viele Jahre und unzählige Tote her. Der Drogenfahnder Art Keller tritt nun an, um Adán Barrera, dem mächtigen Drogenboss, für immer das Handwerk zu legen. Er begibt sich auf eine atemlose Jagd und in einen entfesselten Krieg, in dem die Grenzen zwischen Gut und Böse schon längst verschwunden sind.

Eine Meinung zum Buch

Macht, Korruption und Rache – drei Schlagworte die gemeinsam mit dem Protagonisten Art Keller wieder mal für Furore sorgen. Auf 830 Seiten der deutschsprachigen Ausgabe (Originaltitel: The Cartel) widmet sich der Autor Don Winslow den Geschehnissen von 8 Jahren mexikanischem Drogenkrieg, unzähligen Grausamkeiten und vielen Toten und macht daraus ein episches Werk, das schonungslos, direkt und knallhart zur Sache kommt.
Der Leser taucht ein, in eine für ihn normalerweise fremde Welt und blickt dabei sowohl dem Protagonisten Art Keller, als auch seinen Gegenspielern aus der Narco-Szene über die Schulter. War bereits der erste Teil schon fesselnd („Tage der Toten“ von Don Winslow – Das beinharte Epos Mady by Winslow >>), so setzt der zweite Band noch einen drauf – und das im wahrsten Sinne nicht nur durch den epischen Umfang von 830 Print-Seiten, sondern vielmehr bedingt durch die Intensität und die Pace der Handlung.
Der Autor Don Winslow integriert in seinem Thriller „Das Kartell“ reale und dokumentierte Ereignisse in den roten Faden der Handlung und schildert den Background mit erzählerischer Freiheit. Das Kombi-Paket wirkt mitunter so intensiv, dass es schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen. Damit wird klar: Die Lesenächte werden lang!
Art Keller ist hierbei nicht „in die Jahre gekommen“, sondern hat vielmehr an Wirkung dazugewonnen. Einige Charaktere finden sich auch in diesem Buch wieder, dabei muss man jedoch nicht notwendigerweise den ersten Band gelesen haben, um in diesem Buch „Das Kartell“ folgen zu können. Die Sprache ist dabei knallhart und lässt keine Zweifel hinsichtlich der Bedeutung aufkommen – denn das ist einer der effektvollen Stilmittel des Autors: Kurze spotartige Sätze, die mitunter wie Hammerschläge rüberkommen. Da bleibt kein Auge trocken und keine Ungewissheit offen. Art Keller wirkt wie eine Dampframme und mischt nicht nur die Verhältnisse auf, sondern führt einen persönlichen Krieg gegen die Narcos im Allgemeinen und einen ganz persönlichen gegen Adán Barrera, dem mächtigen Drogenboss, um ihm für immer das Handwerk zu legen.

Hard stuff mit einer mörderischen Pace – man mag das Buch oder legt es nach 20 Seiten wieder weg. Dazwischen gibt es nix.

Kaufempfehlung

Autor: cm | krimi-tick.de

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