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„Tage der Toten“ von Don Winslow – Das beinharte Epos Mady by Winslow

Jan 31, 16 • ThrillerNo CommentsRead More »
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Der Autor Don Winslow hat es in seinem Thriller ¨Tage der Toten¨ wieder einmal geschafft zu polarisieren und zugleich einen Thriller auf den Tisch zu legen, der zurecht auf der Bestesellerliste steht. Frei nach dem Motto: ‚Nur die Harten kommen in den Garten‘ geht es gleich am Anfang zur Sache. 

Christian Matthees | krimi-tick.de

Christian Matthees | krimi-tick.de

Über das Buch „Tage der Toten“

Mit großem Tatendrang hat sich der US-Drogenfahnder Art Keller daran gemacht, in die Strukturen der mexikanischen Drogenmafia einzudringen – mit Erfolg. So viel Erfolg, dass die Drogendepots reihenweise auffliegen und die Narcotraficantes die Jagd auf ihn eröffnen.

Nachdem sein Mitarbeiter von den Gangstern zu Tode gefoltert wurde, schwört Art Keller Rache und startet einen gnadenlosen, blutigen Feldzug gegen die Drogenbarone. Zu spät bemerkt er, dass er sich damit neue Feinde macht – und die sitzen in Washington.

Was als „Iran-Contra-Affäre“ in die Geschichte einging, erlebt Keller als gigantisches Drogen-, Geldwäsche- und Waffengeschäft. Vor die Wahl gestellt, seiner Regierung zu dienen oder seinem Gewissen zu folgen, trifft er eine einsame Entscheidung – und stößt dabei auf unverhoffte Verbündete.

Eine Meinung zum Buch

Der Autor Don Winslow hat es in seinem Thriller ¨Tage der Toten¨ wieder einmal geschafft zu polarisieren und seine Leser gleich zu Anfang vor die Wahl zu stellen das Buch bis zum Ende durchzulesen oder geich wegzulegen.

Schon der Prolog machtklar, was den Leser erwartet. Der Protagonist Art Keller, seines Zeichens knochenharter Drogenermittler bei der DEA seit 8 Jahren, kommt zu einem Ort, an dem eine Exekution stattgefunden hat. Eine Familie mit 19 Angehörigen wurde in einem Drogenkrieg hingerichtet. Er findet eine tote Mutter, die ihr ebenso totes Baby in den Armen hält.

Der Anfang des Thrillers ist beinhart und heftig – ein echter Winslow-Anfang, bei dem zuerst der Effekt, oder das Bild, dargestellt wird und erst dann der Hintergrund und das Zustandekommen beleuchtet wird. Ein emotional betroffener Leser legt solch ein Buch auch so schnell nicht mehr aus der Hand, wenn er den Prolog überstanden hat und wird dann allerdings auch mit einem mordsspannenden und teils sehr ergreifenden Thriller belont, der es in sich hat.

Das ganze nimmt seinen Lauf in der schnurgerade angelegten an der Westküste gelegenen mexikanischen Stadt Guadalajara. Dort, in Guadalajara, in der Provinz Sinaloa, sieht er mit an, wie der mächte Drogenboss Tio das Herrenrecht zu beanspruchen scheint und sich an die 15-jährige Pilar heranmacht, deren Eltern hilflos mit ansehen müssen, wie der vergleichsweise Alte, jedoch sehr mächtige Tio, ihrer jungen Schöhnheit Pilar den Hof macht.

Ein Drogenboss, der seinem erigierten Schwanz hinterher läuft ist angreifbar – so sieht es der Protagonist Art Keller und nutzt diese Schwäche aus, um hinter die Organisationsstrukturen des Kartels zu kommen und diese erbarmungslos für einen Rachefeldzug zu nutzen.

Mit einer gewohnt flüssigen Schreibe und gut recherchierten Hintergründen ist dem Autor Don Winslow ein weiterer polarisierender Gassenfeger gelungen, der zurecht auf der Spiegel Bestsellerliste steht.

Nichts für schwache Nerven – die Lesenächste werden lang.

Kaufempfehlung

Autor: cm | krimi-tick.de

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