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„Killing Lessons“ von Saul Black – Ein Psychothriller von der härteren Sorte

Nov 7, 15 • ThrillerNo CommentsRead More »
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Ein Psychothriller von der härteren Sorte, der die Ermittler-Crew an den Rand der Verzweiflung treibt. Eine düstere Stimmung und knisternde Spannung übertragen sich auf den Leser und lassen die Handflächen feucht werden.

"Josephine Ahrens" / www.jugendfotos.de Nächtliche Gestalten wandern umher um ihre ganze Energie aus sich herauszulassen...

„Josephine Ahrens“ / www.jugendfotos.de
Nächtliche Gestalten wandern umher um ihre ganze Energie aus sich herauszulassen…

Über das Buch „Killing Lessons“

Ein psychopathischer Serienkiller und sein brutaler Helfer machen den Westen der USA unsicher. Scheinbar wahllos ermorden sie Menschen, offenbar um ihren Opfern bestialische KILLING LESSONS zu erteilen. Als sie in den verschneiten Bergen von Colorado erneut zuschlagen, ist dies bereits ihr siebtes Opfer. Ein zehnjähriges Mädchen kann mit knapper Not entkommen und findet Zuflucht bei einem alten Schriftsteller, der sich in eine einsame Hütte im Wald zurückgezogen hat. Beiden ist klar, dass die Täter sie früher oder später aufspüren werden. Detective Valerie Hart vom San Francisco Police Department ist auf den Fall angesetzt. Und sie hat nur eine Chance: Sie muss die Handschrift des Killers lesen lernen …

Eine Meinung zum Buch

Es geht um 2 Serientäter, die ihr Unwesen treiben und 7? Menschen, meist Frauen, umgebracht haben – teils auf bestialische Art und Weise. Wahllos, ohne nähere Beziehungen zu den Opfern – dadurch wird die Ermittlungsarbeit drastisch komplizierter. Da sie durch ein Wohnmobil örtlich unabhängig sind, wird die Suche nach Verdächtigen weiter verkompliziert. Die Täter hinterlassen Objekte in den Körperhöhlen ihrer Opfer, wobei der Verdacht der Leser ganz klar auf die beiden Psychos im Wohnmobil gelenkt wird. Es könnten aber auch genau so gut andere Täter sein und der Autor bugsiert den Verdacht immer wieder herum – sehr zum Amüsement der Leser. Er spielt mit der Ungewissheit über die Identität der Täter. Die psychische Situation und die Antriebsfeder der Täter wird gnadenlos thematisiert und zum charakterisierenden Stilmittel entwickelt. Teil abstossende Gewaltszenen werden mit intensiver Sprache skizziert, bei denen der Leser keinerlei Fantasie mehr einsetzen muss, um zu verstehen was dabei abläuft.

Die Stimmung wird vom Autor Saul Black handwerklich sehr gut umgesetzt: Platische Wortschrauben werden in die Augen der Leser geschraubt. Gedankliche Bilder werden in Sätze gegossen, verfeinert und mit kunstvoll eingesetzten Mitteln der Sprache vermittelt. Es entsteht ein intensives Bild im Blick und in der Fantasie des Lesers. Die Plots sind dicht gepackt und mit gefühlsintensiven Sitationen gespickt. Nahezu keine Misslichkeit wird ausgelassen und mit Mitteln der Sprache noch verstärkt.

Die Erzählerperspektive erzeugt eine Spannung, die nur durch die handelnden Personen und deren Dialoge wohl nicht möglich sein dürfte. Intensive Sprache, situationsbezogene Verstärkung der ohnehin düsteren Stimmung erzeugen eine unheimliche Erwartungshaltung – jeden Moment könnte etwas passieren. Der Erzähler wird zur tragenden Figur, die Akteure werden zu Statisten, die an wechselnden Schauplätzen ihrer grausamen Tätigkeit nachgehen.

Kaufempfehlung

Autor: cm | krimi-tick.de

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