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„Geier“ vom Autor Peter J. Kraus – ein rasanter, überraschender Thriller gefüllt mir praller Lebensfreude

Jul 8, 15 • ThrillerNo CommentsRead More »
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Eine flotte und fluffige Schreibe erwartet den Lesern von Anfang an. Der Leichenfund am Anfang des Buches mutiert zur bösen Ahnung des Protagonisten, der eine, nämlich seine Geschichte erzählt. Und die hat es in sich. Ganz nebenbei macht der Leser eine interessante Reise durch Amerikas Westen.

twinlili  / pixelio.de

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Über das Buch „Geier“

Jon Gutman, 38 plus, steht fast pausenlos auf dem Surfbrett, wenn er nicht gerade seine tägliche Rockmusiksendung im kalifornischen Pismo Beach moderiert. Und nachher ist keine Bierdose vor ihm sicher. Von den Frauen ganz zu schweigen. Aber die Idylle aus Sex und Bier und Rock’n’Roll endet ziemlich abrupt, als er eines Abends einen Toten am Strand findet. Gutman ruft eine Telefonnummer an, die er auf einem Zettel bei der Leiche gefunden hat. Das ruft sämtliche Geier der mittelkalifornischen Drogen-, Wein- und Killerszenen auf den Plan – und unser friedlicher Jon ist im Nu sein Hängemattendasein los, auf der Flucht vor krummen Cops und mörderischen Drogenköchen. Von der Missionskirche über den Wüstenpuff in der Mohave bis ins entlegenste Zockerdorf Nevadas verfolgen sie ihn, verbreiten Schrecken und hinterlassen Leichen. Bis Jon vom Opferdasein die Schnauze voll hat. Mit seinen neuen Freunden, dem Rasta Winston, der Puffmutter Misty, dem Franziskanermönch Ignacio und Computernerd Rick, entwickelt er einen Schlachtplan, der es in sich hat.

Eine Meinung zum Buch

Der Protagonist Jon ¨Rocket¨Gutman ist Jemand, dem das brennende Arschloch nach ausgiebigem Genuss von stark scharfem Chili genauso zur Lebensart passt, wie die Pinkelphase nach Genuss von 7 Dosen Dünnbier. Ein Surfer aus Überzeugung, dessen Lebensart abrupt zum Stillstand kommt, als er seinem Schicksal begegnet.

Sein Schicksal nimmt seinen Lauf mit einem unerwarteten Leichenfund am Strand (das war noch nicht mal so schlimm), jedoch hat Gutman eine Telefonnummer in der Tasche des Toten gefunden und die auch noch angerufen – und das wird zum Problem. Eine kleine Unachtsamkeit, aus der sich eine rasante Geschichte entwickelt.

Die Bösewichter nehmen in aufs Korn und versuchen ihn in allen möglichen Lebenslagen umzubringen, erwischen dabei jedoch seine Freunde – einen nach dem anderen. Der Spannungsbogen ergibt sich aus der Fülle an Ereignissen, die den Protagonisten und seine gesamte Umgebung in einen Strudel des Verderbens ziehen. Wer legt sich auch schon gerne mit einem Verbrechersyndikat an? Denkt man „Schlimmer geht es nicht mehr!“, bedeutet das für Gutman nur: Schlimmer geht immer!

In einer temporeichen und zugleich humorvoll erzählten Geschichte gelingt es dem Autor Peter J. Kraus die Leser in seinen Bann zu ziehen und sie mit zu nehmen auf eine Reise durch Amerikas Westen. Gespickt mit Lebensweisheiten und einem gehörigen Schuß Humor verstreut er so ganz nebenbei seine Lebensweisheiten, die dabei jedoch weder aufdringlich, noch besserwisserisch daherkommen, sondern vielmehr Anlass zu hurmorvollem Nachdenken bieten: ¨Die gezackten Berggipfel in mittlerer Entfernung lassen den Gedanken an Mondlandschaft aufkommen, die quer gestreiften Sandsteinberge im Hintergrund rufen die genetische Erinnerung an Sintfluten wach und ein Schauer des Entsetzens überzieht selbst den, der vollständig im Heute lebt. Einsamkeit ist manchmal heilsam, perspektivlose Einsamkeit kann nur zur Verblödung führen.¨

Kaufempfehlung

Weiterführende Infos

peterjkraus.com: Die Homepage des Autors
http://www.peterjkraus.com/startseite >>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

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