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Die grande Dame des Crime noir lädt zum Stelldichein: „Zügellos“ von Dominique Manotti

Dez 27, 14 • KrimiNo CommentsRead More »
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Gier als Antrieb führt nicht nur zu Reichtum, sondern ist Basis kriminellen Handelns, vom Betrug über den Drogenhandel bis hin zum Mord. Die Atemlosigkeit der Ereignisse findet sich in der Hast der Erzählweise wieder und wird dank ausgereifter und hervorragend kombinierter sprachlicher Mittel zu einem spannenden, zugleich interessanten Buch kombiniert, das seine Wurzeln in der Realität hat. 

Esther Stosch  / pixelio.de

Esther Stosch / pixelio.de

Über das Buch „Zügellos“

Der Sommer 1989 bringt in Paris nicht nur die heimische Wirtschaft in Schwung: Die Mitterrand-Ära versöhnt die politische Linke mit der kapitalistischen Profitrationalität, die Korruption boomt. Und die sich ankündigende Öffnung des Eisernen Vorhangs weckt die Gier auf neue Märkte und schnelles Geld. Agathe Renouard und ihr Protégé Nicolas Berger leiten die PR-Abteilung des Versicherungskonzerns PAMA. Sie sind entschlossen, zu den Gewinnern zu gehören. Aber haben sie die richtigen Allianzen dafür? Commissaire Daquin vom Drogendezernat wird hellhörig, als beim Pferderennen eine Informantin ermordet wird und auf Pariser Partys sagenhafte Mengen Koks auftauchen. Er mobilisiert sein Inspektorenteam und geht den spärlichen Hinweisen nach. Auf einmal überschlagen sich die Ereignisse: Rennställe gehen in Flammen auf, Pferde sterben, Menschen ebenfalls. Dann fällt der smarte Nicolas Berger einer Autoexplosion zum Opfer. Gibt es eine Verbindung zwischen der PAMA und Pariser Immobilienspekulationen?

Eine Meinung zum Buch

In ihrem Krimi „Zügellos“ zeigt die Autorin und Grande Dame Dominique Manotti erneut ihr meisterliches Können und gibt mit großer Detailkenntnis Einblick in das zügellose Leben einer Gruppe von französischen Finanzmagnaten in Paris im Jahre 1989. In der Zeit, als sich die Öffnung des „Eisernen Vorhangs“ ankündigt, die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR mit Macht auf eine Vereinigung drängt, bringt der Sommer 89 nicht nur die französische Wirtschaft in Schwung: die Korruption boomt und auf Pariser Partys tauchen große Mengen an Koks auf.

Der Protagonist des Buches Commissaire Daquin vom Drogendezernat wirkt mitunter als französischer Don Quixote, als er versucht dem zügellosen Treiben auf den Grund zu gehen und dabei genau in jenen Sog der Korruption gerät.

Mit effektvoller sprachlicher Erzählweise und einer außerordentlichen Detailkenntnis erzählt Dominique Manotti eine spannende Geschichte, in der Action kein Fremdwort ist, sondern tragender Bestandteil des Plots.

Kaufempfehlung

Weiterführende Infos

argument.de: Schnee im Sommer
http://argument.de/belle_index_reload.html?ak/1193.html >>
 
krimi-tick.de: Frankreichs spannende “Stunde Null”: “Das schwarze Korps” von Dominique Manotti >>
 
krimi-tick.de: Kollegen im Fokus: Das Interview mit Andrea Stephani, der Übersetzerin von Frankreichs Stunde Null “Das schwarze Korps” >>
 
literaturkritik.de: Dominique Manotti hat einen fulminanten Wirtschaftskrimi geschrieben
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=18175 >>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

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