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Autoren im Fokus: Das Interview mit Bernd Mannhardt, dem Autor des Buches „Du kommst mir gerade richtig! Kurzkrimis: Mordsfidele Geschichten für quietschvergnügte Leser“

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Bestimmten Leuten kommt man besser gar nicht erst in die Quere – denn denen kommt man gerade richtig! Spätestens nach der Lektüre dieser „mordsfidelen“ Geschichten ist man gewarnt vor windigen Werbeprofis, nachtragenden Stararchi- tekten und anderen manipulativen Zeitgenossen. 

Über das Buch „Du kommst mir gerade richtig! Kurzkrimis: Mordsfidele Geschichten für quietschvergnügte Leser“

Bestimmten Leuten kommt man besser gar nicht erst in die Quere – denn denen kommt man gerade richtig! Spätestens nach der Lektüre dieser „mordsfidelen“ Geschichten ist man gewarnt vor windigen Werbeprofis, nachtragenden Stararchitekten und anderen manipulativen Zeitgenossen. Denn je charmanter desto hinterhältiger, aber – dem Autor sei Dank – immer zum großen Vergnügen für den Leser. Am Ende obsiegt nicht das Gute über das Böse oder umgekehrt, sondern stets die Pointe über die Moral.

 

Das Interview mit Bernd Mannhardt

Bernd Mannhardt | Bildquelle: Werner Dreblow

Bernd Mannhardt | Bildquelle: Werner Dreblow

krimi-tick.de: Wie und wann entstand Deine Idee zum Buch „Du kommst mir gerade richtig! Mordsfidele Geschichten“

Bernd Mannhardt: Im Laufe der Zeit „sammelten“ sich die Storys an. Es ist ja nur eine kleine Auswahl. Die älteste ist über 15 Jahre alt. Welche, das verrate ich natürlich nicht. Mich erstaunt immer wieder aufs Neue, dass bestimmte Themen auch nach langer, langer Zeit immer noch „funktionieren“, inhaltlich von gewisser Relevanz sind und sich nach wie vor gut lesen lassen. Also, weil die Geschichten schon da waren und allesamt hübsch fies sind, lag es auf der Hand, sie zu einem kleinen Bündel zu schnüren.

krimi-tick.de: Warum schreibst Du ausgerechnet Suspenseliteratur? und dann noch Kurzgeschichten – geht das denn gut?

Bernd Mannhardt: Es macht Spaß, Konflikte zu dramatisieren, das heißt auch, sie kurz und knackig zu einer möglichst überraschenden Auflösung zu führen. Dafür ist die kurze Form bestens geeignet. Es gibt berühmte Leute, die dieses Genre fleißig beackert und Maßstäbe gesetzt haben: Highsmith, Dahl, Slesar oder E.W. Heine fallen mir spontan ein. Ob das auch bei mir gut geht, müssen die Leser beurteilen.

krimi-tick.de: Wie ist Deine Vorgehensweise, bevor überhaupt das erste geschriebene Wort des gerade neu begonnenen Manuskriptes sichtbar ist?

Bernd Mannhardt: Tatsächlich brauchts am Anfang immer eine konkrete Idee, wer mit wem oder was ein Problem haben könnte. Ohne Konflikt ist alles nichts. Konfliktpotenziale kann man, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht, tonnenweise einsammeln. Es müssen für meinen Zweck aber immer kuriose Konflikte sein, die also schon an und für sich eine gewisse Komik haben. Von solchen Konflikten erfahre ich aus den Medien. Oder aber ich beobachte Leute im Cafe, auf der Straße, im Kaufhaus – wo auch immer -, um zu sehen, ob ihr Aussehen oder Verhalten Inspiration für eine gemeine Geschichte hergibt. Hübscher Beobachtungsposten ist auch: beim Einkauf im Discounter. Schauen Sie sich die wartenden Leute an der Kasse genau an. Auch in Sachen Mimik und Gestik, aber auch hinhören, was sie sich so erzählen. Da spielen sich manchmal kleine Dramen ab. Köstlich! Auch das Paarverhalten. Gucken Sie genau hin: wer legt wann, was, wie aufs Band und bezahlt. Wenn Sie wollen, können Sie den Stress – ein strapierfähiger Stoff zum Weben von Konflikten – der Leute regelrecht riechen. Also, am Anfang steht für mich immer die Frage nach dem Konflikt- und Humor-Potenzial von Menschen, Macken, Meinungen. Formal betrachtet schreibe ich meine Geschichten stets vom Ende her, das heißt, der Anfang kommt oft erst ganz zum Schluss.

krimi-tick.de: Wie sieht Dein gewöhnlicher Tagesablauf beim Schreiben aus?

Bernd Mannhardt: Unaufgeregt. Sechs Stunden, danach bin ich platt: 10-13 Uhr, dann eine lange Pause an frischer Luft, dann zweite Schreibrunde bis 18 Uhr.

krimi-tick.de: Welche/n Schriftsteller/in würdest Du gerne einmal treffen und was würdest Du ihn/sie fragen?

Bernd Mannhardt: John Irving, dessen skurriles Personal ich sehr mag, würde ich mit einem Augenzwinkern fragen: Kannste mal dünnere Bücher schreiben? Danke!

krimi-tick.de: Was liest Du gerade?

Bernd Mannhardt: Mark Twains Anekdoten.

krimi-tick.de: Gibt es etwas was Dir schwer fällt zu schreiben, oder etwas was Du gar nicht schreiben würdest?

Bernd Mannhardt: Überflüssige Gewalt- oder Sex- oder Sonstwasdarstellungen. Langweilt mich. Da scheint mir oft Selbstzweck mit im Spiel zu sein, oder? Waten durchs Blut anderer Leute ist ein Ansatz von Thrill, den zumindest ich nicht mag. Erstaunlich viele Blutspuren auf den Buchumschlägen heutzutage, stimmt´s? Das habe auch ich auf meiner eigenen Webseite, wenngleich nicht als Versuch des Schockens, sondern der Satire.

Weiterführende Infos

bernd-mannhardt.de: Bernd Mannhardt’s gemeine Geschichten
http://www.bernd-mannhardt.de/ >>
 
Schardt Verlag: Pressemitteilung DU KOMMST MIR GERADE RICHTIG! >>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

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