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Der Psychothriller, der nahe geht: „Dead End“ von Sharon Bolton

Aug 24, 14 • ThrillerNo CommentsRead More »
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Was für eine bitterböse, perfide und abgrundtief erschreckende Geschichte! Zwanzig Selbstmorde in fünf Jahren. Meist sind es junge Frauen, die sich auf bizarre Art das Leben nehmen. In diesem tiefgründigen, psychologisch feinfühligen Psychothriller beschäftigt sich die Autorin Sharon Bolton mit dem Geschäft der Angst. 

Über dieses Buch „Dead End“

"Mariesol Fumy" / www.jugendfotos.de

„Mariesol Fumy“ / www.jugendfotos.de

Zwanzig Selbstmorde in fünf Jahren. Meist sind es junge Frauen, die sich auf bizarre Art das Leben nehmen. Nicht nur die Polizei vermutet, dass irgendetwas an der ehrwürdigen Universität Cambridge nicht mit rechten Dingen zugeht. Nun soll sich DC Lacey Flint im Auftrag ihres Vorgesetzten Mark Joesbury als verletzlich-depressive Studentin ausgeben und den Lockvogel spielen. Als sie schließlich unter denselben Albträumen leidet, von denen die jungen Frauen in den Tod getrieben wurden, weiß Lacey: Sie ist die Nächste.

Eine Meinung zum Buch

Was hat die altehrwürdige, monumentale Universität Cambridge mit einer einer außerordentlich perfiden Selbstmorserie gemein? Sharon Bolton, möchte man meinen, denn die Autorin lässt in ihrem Psychothriller „Dead End“ die schlimmsten Albträume lebendig werden. Eine Häufung von zwanzig, zum Teil sehr bizarren Selbstmorden in fünf Jahren ruft die Protagonistin Lacey Flint auf den Plan.

Als Studentin getarnt untersucht die Undercover-Polizistin die Fälle, die zuerst gar keine Fälle zu sein scheinen, sondern eher durch extrem verängstigte Menschen gemacht zu sein scheinen, die ihre letzte Antwort gegeben haben. Die Autorin inszeniert mit diesem Story-Intro einen außergewöhnlich spannenden und wahrlich meisterhaft geschriebenen Plot, der erst sehr langsam entblättert wird und bei dem der Spannungsbogen ganz langsam Fahrt aufnimmt, um dann einen umso ungewöhnlicheren Höhepunkt zu erlangen.

Sehr englisch und sehr psychologisch werden die Fäden von Angst in die Handlung eingewoben. Doch was ruft gehäufte Angst hervor und lässt das Raubtier von der Leine? Mit dieser Ungewissheit und der Protagonistin Lacey Flint, die ihre Verwandlung hautnah erlebt, fängt die Autorin ihre Leser ein.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig dabei ist der häufige Wechsel der Erzählperspektive: Teils aus Erzählersicht, teils aus Sicht der Protagonistin, oder auch aus Sicht anderer Beteiligter bringt sie den Plot voran. Das ist zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und verwirrend, gibt der Autorin jedoch mehrere Sichtweisen in die Hand, mit der sie die Handlungsfäden miteinander verknüpfen kann und diese Chance auch meisterhaft ausnutzt. Dazu kommen Zeitsprünge, die die ursächlichen Situationen für den aktuellen Plot darstellen, Erklärungsmodelle anbieten und teils für eine unheimliche Stimmung sorgen.

Wir haben mit diesem Buch einen mordsspannenden Psychothriller in der Hand, der unter die Haut geht.

Kaufempfehlung

Weiterführende Infos

 
buechertreff.de: Der zweite Band aus der Reihe mit Lacey Flint. Diesmal ist es kein Serienmörder sondern Selbstmorde – oder doch Mörder?
http://www.buechertreff.de/Thread/80833-Sharon-Bolton-Dead-End-Dead-Scared/ >>
 
booksection.de: Buchkritik von Stefanie Rufle *****
http://www.booksection.de/buch/2631-Dead_End >>
 
mordsbuecher.wordpress.com: Der Autorin Sharon Bolton gelingt es, den Leser immer wieder auf die falsche Fährte zu schicken
http://mordsbuecher.wordpress.com/2013/10/31/rezension-dead-end-von-sharon-bolton/ >>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

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