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Autoren im Fokus: Das Interview mit Ralf Wolfstädter, dem Autor des spannenden Lifescience-Thrillers „Svarogia“

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Ein Shooting-Star an dem hart umkämpften Lifescience – Thriller Himmel ist unbestreitbar Ralf Wolfstädter, der mit seinem gerade publizierten Buch „Svarogia“ einen Booster zu landen scheint. Er widmet sich einem sehr heiklen Thema, das in der aktuellen Situation eine erschreckende Parallele zur aktuellen Ebola – Epidemie zu haben scheint.  Nach der Publikation der Rezension zu diesem Buch war das Interesse daran so groß, dass wir ein Interview mit dem Autor gemacht haben.

Über das Buch „Svarogia“

Anfangs wollte David Wagner lediglich den Freilandversuch eines russischen Großkonzerns in der Nähe seines Heimatorts sabotieren, bei dem gentechnisch veränderte Weizensaat zum Einsatz kommt – doch als ihm während Nachforschungen gestohlene Dokumente bezüglich weiterer Vorhaben des Konzerns zugespielt werden, befindet er sich bereits inmitten einer Verschwörung, die weit über den Einsatz von manipuliertem Saatgut hinausgeht: die Welt steuert auf eine globale Katastrophe zu.

Doch niemand scheint davon Notiz zu nehmen…

 

Das Interview mit dem Autor Ralf Wolfstädter

krimi-tick.de: Wie und wann entstand Ihre Idee zu Ihrem Buch „Svarogia“?

Foto: Ralf Wolfstädter

Foto: Ralf Wolfstädter

Ralf Wolfstädter: Als ich vor einigen Jahren in Moskau war, fiel mir eine Artikelserie über die Zustände in russischen Gefängnissen in die Hände. Einer dieser Artikel handelte von der unzureichenden medizinischen Betreuung erkrankter Häftlinge, die ähnlich wie Geflügel in der Massentierhaltung, in zu kleinen Zellen mit zu vielen Mithäftlingen untergebracht sind. Da laut dieses Artikels jeder zehnte Gefängnisinsasse in Russland mit Tuberkulose infiziert ist und der russische Staat jährlich 30.000 an TB erkrankte Häftlinge in die Freiheit entlässt, war der Schritt hin zu Svarogia beängstigend klein – die Idee drängte sich sozusagen auf, betrachtet man diese Statistik.

krimi-tick.de: Warum schreiben Sie ausgerechnet diesen Thriller?

Ralf Wolfstädter: Mein Ziel war es, wissenschaftliche Fakten mit einer spannenden Geschichte zu kombinieren. Ich wollte einen Thriller schreiben, der jeder Zeit Wirklichkeit werden kann – und scheinbar lag ich nicht ganz falsch, wie sich jetzt in Ansätzen an der Ebola-Epidemie in Afrika zeigt.

krimi-tick.de: Wie ist Ihre Vorgehensweise, bevor überhaupt das erste geschriebene Wort des gerade neu begonnenen Manuskriptes sichtbar ist?

Ralf Wolfstädter: Recherche, Recherche, Recherche – was bedeutet, dass ich viel Zeit mit dem Lesen von Sachbüchern verbringe, mich mit Experten, im Falle von Svarogia waren es mehrere Biologen und Ärzte, unterhalte und die Orte besuche, an denen die Geschichte spielt. Ich versuche möglichst viele Informationen zu sammeln, auch wenn am Ende nicht alle in den Roman einfließen.

krimi-tick.de: Wie sieht Ihr gewöhnlicher Tagesablauf beim Schreiben aus?

Ralf Wolfstädter: Ich arbeite sehr diszipliniert und verlasse meine Routine nur äußerst ungern – was bedeutet, dass ich nach dem Frühstück beginne und mich dann sechs bis acht Stunden mit dem Manuskript beschäftige. Größere Pausen lege ich nur an Feiertagen wie Weihnachten und Ostern ein, ansonsten schreibe ich täglich.

krimi-tick.de: Welche/n Schriftsteller/in würden Sie gerne einmal treffen und was würden Sie ihn/sie fragen?

Ralf Wolfstädter: Überraschenderweise treffe ich von Zeit zu Zeit Schriftsteller, jedoch gibt es keinen speziellen Wunsch bezüglich einer bestimmten Person – interessante Menschen sind mir als Gesprächspartner immer willkommen.

krimi-tick.de: Was lesen Sie gerade?

Ralf Wolfstädter: Den zweiten Band des Buches Femmes de dictateur von Diane Ducret, vorher habe ich Breaking News von Frank Schätzing gelesen – beides sehr unterhaltsame Bücher.

krimi-tick.de: Gibt es etwas was Ihnen schwer fällt zu schreiben, oder etwas was Sie gar nicht schreiben würden?

Ralf Wolfstädter: Nein. Es gibt natürlich Passagen, die einfacher von der Hand gehen und jene die quälender sind, aber Berührungsängste vor bestimmten Themen bestehen nicht.

Autor: cm | krimi-tick.de

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