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Wir sind viel näher dran, als viele immer noch nicht wahrhaben wollen: Das Interview mit Fran Ray, der Autorin des Thrillers „Das Syndikat“

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Als vor ein paar Jahren die Schweinegrippe ausbrach und eine Reihe von Theorien über deren Entstehung kursierten, hatte Fran Ray die Initialzündung zu ihrem Thriller „Das Syndikat“. Die zweite Initialzündung erfolgte mit der Gründung ihres MartiniBooks Verlags, um Teile ihrer eigenen Werke besser vermarkten zu können. Wir wollten es von ihr genauer wissen und haben sie zu einem Interview gebeten.

Über das Buch „Das Syndikat“

Brüssel.
Die Journalistin Karen Burnett hat gerade für ihre engagierten Reportagen den Press Award verliehen bekommen und will mit einem Kollegen feiern. Da explodiert im Restaurant eine Bombe. Karen Burnett überlebt. Aber ihr Kollege stirbt.
Als sie erfährt, dass er zuletzt für die Internet-Enthüllungsplattfrom LANZELOT gearbeitet hat, glaubt sie nicht mehr an einen Zufall. Und bald schon findet sie sich in einem Netz aus Gegnern gefangen, die sie auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontieren.

Das Interview mit Fran Ray

Fran Ray | LF Photoagency

Fran Ray | LF Photoagency

krimi-tick.de: Wie und wann entstand Deine Idee zu Deinem Buch „Das Syndikat“?

Fran Ray: Als vor ein paar Jahren die Schweinegrippe ausbrach und eine Reihe von Theorien über ihre Entstehung kursierten und die Diskussion über den Impfzwang aufkam, dachte ich, darüber musst du mal einen Roman schreiben. Einige Plattformen verbreiteten die Vermutung, dass Menschen ein Chip gesetzt würde, der die Überwachung erleichtern würde. Dann hörte ich in einem Hundeforum etwas über einen Kastrationschip … Ich hatte gerade den Roman DIE SAAT über gentechnisch manipuliertes Saatgut geschrieben und war entsprechend drin in der Materie. Es fehlte nur die Initialzündung …

krimi-tick.de: Gibt es Parallelen zur Realität zu Deiner fiktiven Enthüllungsplattform LANZELOT?

Fran Ray: Diese Initialzündung kam mit der Affäre um WikiLeaks, die geheime Luftaufnahmen eines Angriffs im Irak veröffentlicht hatte. Man hörte die Stimme des Kommandeurs, der dem Piloten des Hubschraubers ein Auto zu beschießen. Man sah, wie die Menschen – es waren Journalisten – sich aus dem Auto zu retten versuchten und der Kommandeur weiter den Beschuss befahl. Julian Assange von WikiLeaks wurde verfolgt, tauchte unter. Er ist das Vorbild für meine Romanfigur Nyström, der im Untergrund – in Brüssel – die Enthüllungsplattform Lanzelot führt.

krimi-tick.de: Wie hast Du die Recherchen zu dem Buch „Das Syndikat“ aufgebaut?

Fran Ray: Ich lasse mich erst mal von meiner Neugierde leiten. In diesem Stadium komme ich vom „Hölzchen aufs Stöckchen“, wie man so sagt, ich schaffe mir eine breite Grundlage über die Themen, die eine Rolle spielen sollen. Im SYNDIKAT bin ich zum Beispiel über die „Chip“-Impfung auf die Drogenversuche bei Soldaten der Wehrmacht gestoßen, eines Tages auf das Verhalten von Ameisen in einem Staat. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, wie dieses auf Roboter angewendet werden kann … und auf meine Hauptfigur Karen Burnett bin ich durch Christiane Amanpour gestoßen …

krimi-tick.de: Wie hast Du Dich dazu entschlossen den Gang nach Canossa anzutreten und „Das Syndikat“ im MartiniBooks Verlag als eBook herauszubringen?

Fran Ray: Es war gar nicht so Canossa-artig. Es wurde keine weitere Auflage gedruckt und das Printbuch verkaufte sich nicht erwartungsgemäß. Im Vertrag gibt es einen Punkt, der dem Autor das Recht gibt, in solchen Fällen die Nutzungsrechte zurückzuverlangen. Das habe ich getan. Ich selbst kann das eBook besser promoten als ein Verlag, für den dieses eBook schon so gut wie gar nicht mehr existiert.

krimi-tick.de: Welche Ziele setzt Du Dir mit dem MartiniBooks Verlag in der nächsten Zeit?

Fran Ray: Ich gebe schon seit geraumer Zeit meine nicht mehr lieferbaren Australien-Krimis als E-Book heraus, auch meinen Roman – Das Leuchten der purpurnen Berge – der im Verlag überhaupt nicht gelaufen ist, sich als eBook aber seit Jahren sehr gut verkauft. MartiniBooks steht am Anfang – ich arbeite an einem Auftritt. Zuerst geht es mir, darum, meine eigenen Projekte, die nicht in das oft starre Schema von Print-Verlagen passen – dort auf ganz eigene Weise zu präsentieren und einem Publikum zugänglich zu machen.

krimi-tick.de: Was liest Du gerade? Sag jetzt nicht Dein eigenes Buch…

Fran Ray: Nein! Meine eigenen Bücher lese beim Überarbeiten unzählige Male … Gerade lese ich x Bücher auf einmal. Darunter immer wieder auch meine Lieblingsbücher von T.C. Boyle und Don Winslow.

krimi-tick.de: Kannst Du uns etwas über Dein nächstes TopSecret-Projekt verraten?

Fran Ray: Da gibt es mehrere Secrets …

Eine neue Krimi-Serie – unter dem Namen Manuela Martini – ist in Arbeit. Schauplatz kann ich noch nicht verraten. Nur: sie wird ganz anders als das, was ich zuvor geschrieben habe

Und: ein ganz persönliches Buch wird in den nächsten Wochen herauskommen – als eBook von Manuela Martini.

Weiterführende Infos

franrayautor.blogspot.com.es: Der Autorenblog von Fran Ray
http://franrayautor.blogspot.com.es/ >>
 
de.wikipedia.org: Wikipediabeitrag von Manuela Martini, die unter dem Pseudonym Fran Ray Thriller schreibt
http://de.wikipedia.org/wiki/Manuela_Martini >>
 
manuelamartini.de: Es ist der Augenblick, der über Dein Leben entscheidet
http://www.manuelamartini.de/fran-ray/ >>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

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