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Autoren im Fokus: Das Interview mit Heike Handschuhmacher, der Autorin des Mystery-Thriller „Spurlos 2012“

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Die Autorin Heike Handschuhmacher hat mit „Spurlos 2012“ ein Erstlingswerk hingelegt, dass es in sich hat. Mit teils beklemmender Intensität ist ihr ein Mystery-Thriller gelungen, der durch ein persönliches Erlebnis initiiert wurde. Grund genug für uns genauer hinzuschauen und mit der Autorin ein Interview zu führen.

Über das Buch „Spurlos 2012“

Sophie wird von ihrem Ehemann Frank mit einer Reise in einem alten Wohnmobil überrascht. Plötzlich wird sie von Albträumen geplagt, in denen Menschen, die eben erst in ihr Leben getreten sind, zu skrupellosen Bestien werden. Ein verhängnisvoller Fehler aus ihrer Vergangenheit soll Sophies Glaubwürdigkeit infrage stellen. Als sie begreift, dass sie auf sich selbst gestellt ist, forscht sie nach und kommt einem grausamen Geheimnis auf die Spur. Hätte sie diese Reise doch niemals angetreten…

Unser Interview mit der Autorin Heike Handschuhmacher

autorin_heike-handschuhmacher_spurlos2012krimi-tick.de: Wie und wann entstand die Idee zu Ihrem Buch „Spurlos 2012“?

Heike Handschuhmacher: Die Idee zu dieser Geschichte kam mir an einem verregneten, kalten Wochenende im Juli 2011 in Hamburg. Es war das Wochenende, an dem Anders Bering Breivik erst in Oslo im Regierungsviertel eine Bombe zündete und wenige Stunden später auf der Insel Ütoja zahlreiche Jugendliche erschoss. Außerdem fand man Amy Winehouse tot in einem Hotelzimmer. Das war kein Wochenende für die Entstehung einer Komödie. Ich war auf einem vierzigsten Geburtstag eingeladen und sollte in einem alten Wohnmobil, das am hinteren Ende des Gartens stand, übernachten. In dieser Nacht stürmte es so heftig, dass abgebrochene Äste gegen das Wohnmobil schlugen und der heftige Regen auf das Dach prasselte. An Schlafen war nicht zu denken. Dann kam das, was für mich Fluch und Segen zugleich war: Meine Fantasie begann zu arbeiten. Was wäre, wenn mich jemand entführen würde? Bis sie mich vermissen, wären Stunden vergangen. Diese geballte Angst, der ich die ganze Nacht ausgesetzt war, packte ich in diese Geschichte und ein Jahr später war sie fertig.

krimi-tick.de: Warum schreiben Sie ausgerechnet Mystery-Thriller?

Heike Handschuhmacher: Ich liebe spannende Geschichten. Mystery deshalb, weil der Mensch immer wissen will, wie und warum etwas geschieht und sich nie damit zufriedengibt, wenn mal etwas nicht zu erklären ist. Ich habe mich aber nicht auf Mystery-Thriller spezialisiert, denn „Spurlos 2012“ ist mein Erstlingswerk. Ich nahm im November 2013 an einer Manuskriptausschreibung „Vom Manuskript zum Buch“ teil und gewann.

krimi-tick.de: Wie ist Ihre Vorgehensweise, bevor überhaupt das erste geschriebene Wort des gerade neu begonnenen Manuskriptes sichtbar wird?

Heike Handschuhmacher: Ich habe zu Hause viele Hefte, in denen handgeschriebene Ideen zu finden sind. Ich schreibe gerne noch mit dem Stift, weil beim Schreiben die Kreativität nur so aus mir heraussprudelt und man gar nicht so schnell schreiben kann, wie die Ideen fließen. Danach wird sortiert: Mit was beginnt man die Geschichte? Wie füge ich sie richtig zusammen? Das ist eine Phase, die länger dauern kann und auch noch oft geändert wird. Erst wenn ich die Geschichte grob zusammengestellt habe, beginne ich sie aufzuschreiben. Kapitel für Kapitel. Das erste Manuskript geht an Testleser, die sehr hart mit mir ins Gericht gehen und mir aufzeigen, wo die Geschichte seine Schwächen aufweist. In dieser Phase packt mich dann der Ehrgeiz und ich feile an jeder Szene so lange, bis ich sie selbst als perfekt ansehe.

krimi-tick.de: Wie sieht Ihr gewöhnlicher Tagesablauf beim Schreiben aus?

Heike Handschuhmacher: Ich bin hauptberuflich im Handel tätig und beschäftige mich mit dem Schreiben in der Freizeit. Immer wenn sich Zeit findet, versinke ich in meinen Geschichten. Die beste Zeit zum Schreiben ist für mich in den frühen Morgenstunden.

krimi-tick.de: Welchen Schriftsteller würden Sie gerne einmal treffen und was würden Sie ihn fragen?

Heike Handschuhmacher: Ich würde gerne zwei treffen wollen. Zum einem Steven King, dessen Buch „Das Leben und das Schreiben“ ich gelesen habe und ich mich mit ihm über seine Figuren unterhalten würde, weil er sie so dreidimensional darstellt. Wer mich noch fasziniert, ist Sebastian Fitzeck, den ich persönlich schon in Münster auf einer Lesung erleben durfte. Der Spannungsbogen seiner Geschichten fesselt mich immer wieder. Mit ihm würde ich mich gerne mal bei einer Tasse Kaffee über eine meiner Geschichten unterhalten und seine persönliche Meinung wissen wollen. Ein Small Talk mit einem Profi wäre Klasse.

krimi-tick.de: Was lesen Sie gerade?

Heike Handschuhmacher: Ich habe kürzlich das Buch „Nachtzug nach Lissabon“ gelesen und war von der Schreibweise Pascal Merciers fasziniert. Eine tolle Geschichte.

krimi-tick.de: Gibt es etwas, was Ihnen schwerfällt zu schreiben, oder etwas, was Sie gar nicht schreiben würden?

Heike Handschuhmacher: Ich bin erst am Anfang und habe mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Kreativität ist grenzenlos und ich lasse mich auf sie ein. Wo sie mich hinführt, kann ich jetzt noch nicht sagen.

Weiterführende Infos

facebook.com: Faceboookseite der Autorin
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twitter.com: Das Twitternest der Autorin
https://twitter.com/_spurlos >>
 
plus.google.com: Kontakt zur Autorin bei Google+
https://plus.google.com/+HeikeHandschuhmacher/about >>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

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