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Autoren im Fokus: Das Interview mit Ingrid Schmitz, der Autorin von „Liebeskiller“

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Die Autorin Ingrid Schmitz hat ihre quietschige Protagonistin Mia Magaloff in ihrem letzten Krimi in die Fänge von Romance-Scammern geführt. Dabei ist ihr mit ihrem Buch eine turbulente Handlung gelungen, in der sie es so richtig „krachen“ lässt. Wir haben ein Interview mit ihr geführt und hinter die Kulissen des „Liebeskiller“ und der Autorin geblickt.

"Paul Fleischer" / www.jugendfotos.de

„Paul Fleischer“ / www.jugendfotos.de

Über das Buch „Liebeskiller“

Vorsicht, Liebesbetrüger! Mia Magaloff ermittelt in eigener Sache. Auf der Traumpartner-Seite im Internet sucht sie nach einem Mann, der wirklich zu ihr passt. Treu, witzig und weltoffen soll er sein – wie Leo von Stein. Vor dem ersten Treffen erhält Mia eine Warnung: In diesem Forum sollen sich auch Romance-Scammer herumtreiben. Diese Liebesbetrüger schwören ewige Liebe, doch sie treiben ihre Opfer in den finanziellen Ruin, manchmal sogar in den Tod.

Das Interview mit Ingrid Schmitz

krimi-tick.de: Wie und wann entstand Deine Idee zu Deinem Buch „Liebeskiller“?

Ingrid Schmitz: Die Idee entstand nachdem ich selbst auf facebook eine Menge Anfragen von Scammern bekommen und eine Berichterstattung darüber im TV gesehen hatte.

krimi-tick.de: Wie liefen Deine Recherchen zu diesem Buch ab?

Ingrid Schmitz

Ingrid Schmitz

Ingrid Schmitz: Ich recherchierte im Internet und war auf die Polizeiseite geraten, wo vor diesen Scammern gewarnt wurde, Danach stieß ich auf ein Forum von Frauen, die sich gegen die Scammer wehrten, indem sie sie öffentlich machten. Dort stehen übrigens ungeheuerliche Geschichten. Ich nahm Kontakt zu ein paar Frauen auf und erzählte ihnen von meinem Romanprojekt. Die Begeisterung war groß, aber sie alle wollten anonym bleiben.

krimi-tick.de: Warum schreibst Du ausgerechnet Krimis?

Ingrid Schmitz: Weil Krimis mich fesseln und ich die Spannung brauche. Ich möchte meinen Lesern kriminelle Rätsel aufgeben. Es geht dabei nicht so sehr um den Mord, sondern um die Aufklärung des Falles. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Kommissar den Fall löst, oder eine Privatperson dahinter kommt, wer es war.

krimi-tick.de: Wie ist Deine Vorgehensweise, bevor überhaupt das erste geschriebene Wort des gerade neu begonnenen Manuskriptes sichtbar ist?

Ingrid Schmitz: Zunächst recherchiere ich und lasse mich immer tiefer ins Thema hineinziehen. Bis ich zu dem Punkt komme, an dem ich nicht mehr anders kann und schreiben MUSS. Ich muss mein Wissen niederschreiben und überlege dann, welches Personal ich dafür einsetzen könnte. Es folgt die Titelauswahl … die mich kolossal inspiriert und die ich mir zwischendurch immer wieder anschaue. Ich überlege dabei, was ICH bei solch einem Titel erwarten würde. Die Figurenentwicklung erfolgt zunächst unspektakulär, weil die Protagonisten während des Schreiben sowieso machen, was sie wollen. Da lasse ich ihnen freien Lauf, umso schräger wird es.

krimi-tick.de: Wie sieht Dein gewöhnlicher Tagesablauf beim Schreiben aus?

Ingrid Schmitz: Ich stehe jeden Morgen – außer am Sonntag – um 6 Uhr auf und frühstücke in Ruhe. Spätestens um 7 Uhr rufe ich die Datei auf und schreibe bis zum Mittag. Nach einer einstündigen Pause geht es weiter bis 17 Uhr, wobei schon mal Anrufe, Mails oder andere wichtige Dinge dazwischen kommen können. Noch habe ich keine Lösung gefunden, diese Störung während der Schreibphase abzustellen. Müsste mich dann wirklich auf einer einsamen Insel absetzen lassen, aber da wäre ich mein eigener Störenfried.

krimi-tick.de: Welche/n Schriftsteller/in würdest Du gerne einmal treffen und was würdest Du ihn/sie fragen?

Ingrid Schmitz: Ich würde gerne mal wieder mit Ingrid Noll Kaffee trinken und sie fragen, ob sie zwischenzeitlich jemals ans Aufhören gedacht hat. Zu gerne würde ich mich mit einem Drehbuchautor und Theaterstück-Schreiber unterhalten und sie fragen, ob eine bestimmte Kurzgeschichte von mir das Zeug für eine Aufführung oder eine Verfilmung hätte. Es wäre für mich das Größte, meine Protagonisten lebendig und in Farbe zu sehen.

krimi-tick.de: Was liest Du gerade?

Ingrid Schmitz: Ich lese gerade das „Lavendelzimmer“ von Nina George. Es ist zurecht ein Bestseller, der in mehreren Sprachen übersetzt wurde. Die Geschichte ist wortgewaltig und tiefgründig erzählt. Freue mich ganz besonders, dass ich auf der diesjährigen Criminale in Nürnberg eine Gemeinschaftslesung mit der Autorin bestreiten darf.

krimi-tick.de: Gibt es etwas was Dir schwer fällt zu schreiben, oder etwas was Du gar nicht schreiben würdest?

Ingrid Schmitz: Ich würde keine Arztromane schreiben.

Weiterführende Infos

 krimischmitz.de: Hörprobe Liebeskiller
http://krimischmitz.de/horprobe-liebeskiller/>>
 
facebook.com: Profilpage der Autorin Ingrid Schmitz 
https://www.facebook.com/ischmitz?fref=ts >>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

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