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Der spannende ostfriesische Krimi: „Granat für Greetsiel“ von Dirk Trost

Apr 18, 14 • KrimiNo CommentsRead More »
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Salzige Meeresluft zieht einem durch die Nase und ein leichtes Schaukeln stellt sich ein bei den ersten Seiten des Buches – das kann ja eigentlich nur gut werden. Das Buch beginnt stilsicher und traditionsbewusst – eben ostfriesisch. Schnell entwickelt sich ein spannender Plot, der seine Qualitäten als Krimi beginnt um dann jedoch recht schnell zu einem echten Thriller zu mutieren. 

Über das Buch „Granat für Greetsiel“

"Mara Bla" / www.jugendfotos.de

„Mara Bla“ / www.jugendfotos.de

Als der ehemalige Anwalt Jan de Fries mit seinen Freunden Uz und Onno zum Krabbenfischen auf die Nordsee hinausfährt, ahnt er nicht, dass er nur wenige Stunden später in die leeren Augenhöhlen einer toten Frau starren wird.

Für die zuständigen Kriminalbeamten Hahn und Mackensen steht von Anfang an fest, dass die Tote bei einem Segelunfall ums Leben gekommen ist. Jan und die Schwester der Toten, Eva Ehrlich, hingegen sind überzeugt davon, dass es sich um Mord handelt. Evas Bitte, die Todesumstände ihrer Schwester zu untersuchen, lehnt Jan zunächst ab. Aber Evas blaue Augen und das Auftauchen einer zweiten Wasserleiche im Hafen von Norddeich, bewegen ihn doch dazu, der Bitte der Verzweifelten nachzukommen.

Zumal der zweite, unbekannte Tote nicht in der Nordsee ertrunken, sondern auf besonders diabolische und heimtückische Art umgebracht wurde. Im Laufe der Recherchen taucht Jans Tochter Thyra auf, die nach ihrer Geburt für Jan unerreichbar war.

Noch während Vater und Tochter sich einander annähern, werden sie in den lebensgefährlichen Strudel der Ereignisse hineingezogen…

Eine Meinung zum Buch

Salzige Meeresluft zieht einem durch die Nase und ein leichtes Schaukeln stellt sich ein bei den ersten Seiten des Buches – das kann ja eigentlich nur gut werden, wenn das gleich so beginnt.

Das Buch beginnt stilsicher und traditionsbewusst: Unter den lauten Klängen von Jonny Cashs‘ „Ain’t no Grave“ führt der Krabbenkutter Sirius auf See. Passend zur Atmosphäre ertönt der „schleppende Groove“ gefolgt vom „rhythmischen Foostomp“ im Takt der Wellen. Und – natürlich! – sind die Netze prall gefällt mit Granat, wie die Ostfriesen die Nordseekrabben nennen. Allerdings gibt es einen makabren Beifang: eine Frauenleich findet sich ebenfalls im Netz.

Der Autor Dirk Trost holt den Leser gleich zu Anfang mit atmosphärisch dicht geschilderten Situationen und seinem ostfriesischen Beat ab und nimmt ihn schnurstracks mit in die spannende Handlung. Man bekommt als Flachlandtiroler richtig Lust Jonny Cash auf einem wankenden und wellenreitenden Fischkutter zu hören.

Der Protagonist des Buches Jan de Fries ist gleich von Anfang an ein tragender Teil der Handlung. Als ehemaliger Anwalt betreibt er zusammen mit seinen Freunden Uz und Onno den Fischkutter Sirius, der im weiteren Verlauf noch mehrmals zum Teilnehmer der Handlung wird. Er hat auch kein Problem damit, sich gleich nach dem Leichenfund mit dem Top-Gun-Kommissar Mackensen anzulegen. Auch hier gelingt dem Autor eine Personenskizze, welche die Figur plastisch vor den Augen der Leser erscheinen lässt: „Besonders schien er die Aufmerksamkeit einiger Damen zu genießen, die ihn ungeniert beäugten. Mackensen sah wie ein Obergockel aus, der mit gespreizten Federn durch seinen Hühnerhof lief, um seine Hennen zu beeindrucken.“.

Was als Krimihandlung beginnt, wird schnell zu einem Thriller. Der Protagonist Jan de Fries wird vom Beobachter zu einem tragenden Teil der spannenden Handlung, die ohne ihn nicht mehr auskommt. Das Buch entwickelt sich zu einem Selbstläufer, das den Leser gefangen nimmt und ihn erst am Ende des Buches wieder loslässt!

Atmosphärisch ergänzt wird die ereignisreiche Handlung durch kulturelle und kulinarische ostfriesische Errungenschaften und einem ganz speziellen Humor. Der rote Handlungsfaden ist gespickt mit überraschenden Wendungen und atmosphärisch dicht geschilderten Situationen, die Hoffnung auf mehr machen. Das Beziehungsgeflecht ist als regionalspezifische Idee angelegt und bietet Potential für mehrere Bände um den ehemaligen Anwalt Jan de Fries, seiner unerwartet auftauchenden Tochter Thyra, seinen Kumpels Uz und Onno und – last but not least – dem Hund Motte, dessen Akkus nach seinen Aktionen vollkommen geleert sind.

In der Suspensegemeinde hat das Buch großen Anklang gefunden. In sehr kurzer Zeit nach dessen Erscheinung als eBook hat es die Amzon-Kostenlos-Charts gestürmt und belegt derzeit Platz 211 der bezahlten Hitlist im Amazon Bookstore. Die Kommentierungen der Leser sind durchweg positiv und beinhalten bereits nach dem ersten band fast nicht mehr zu überbietende Superlative. Ein echt gelungenes Debut des Autors Dirk Trost. Der bereits jetzt schon bestehenden Fangemeinde, zu der wir uns auch zählen, bleibt nur zu wünschen, das der Autor bereits jetzt an seinem Nachfolger arbeitet.

Kaufempfehlung

 

 

Weiterführende Infos

dirktrost.com: Die Website des Autors
http://www.dirktrost.com/index.html >>
 
facebook.com: Die Profilpage von Dirk Trost
https://www.facebook.com/dirktrostautor >>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

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