krimi-tick.de

Autoren im Fokus: Das Interview mit Dirk Trost, dem Autor des OstfriesenKrimis „Granat für Greetsiel“

FacebookLinkedInTwitterGoogle+PinterestEmpfehlen

Der Autor und Indie-Verleger Dirk Trost  hat im wahrsten Sinne des Wortes mit seinem Buch einen ostfriesischen Knaller hingelegt. Selbst etwas vom Leserinteresse überrascht gelingt ihm der Sturm auf die Amazon-Charts, bei dem ihm nach eigenen Angaben 10.000 Downloads in 27 Tagen gelingen. Nach einer kurzen Reise ist er wieder im Lande und freut sich auf die Leser. Grund genug für uns auch diesmal wieder genauer hinzuschauen und den Menschen Dirk Trost zu interviewen.

Über das Buch „Granat für Greetsiel“

Als der ehemalige Anwalt Jan de Fries mit seinen Freunden Uz und Onno zum Krabbenfischen auf die Nordsee hinausfährt, ahnt er nicht, dass er nur wenige Stunden später in die leeren Augenhöhlen einer toten Frau starren wird.Für die zuständigen Kriminalbeamten Hahn und Mackensen steht von Anfang an fest, dass die Tote bei einem Segelunfall ums Leben gekommen ist. Jan und die Schwester der Toten, Eva Ehrlich, hingegen sind überzeugt davon, dass es sich um Mord handelt. Evas Bitte, die Todesumstände ihrer Schwester zu untersuchen, lehnt Jan zunächst ab. Aber Evas blaue Augen und das Auftauchen einer zweiten Wasserleiche im Hafen von Norddeich, bewegen ihn doch dazu, der Bitte der Verzweifelten nachzukommen.

 

Zumal der zweite, unbekannte Tote nicht in der Nordsee ertrunken, sondern auf besonders diabolische und heimtückische Art umgebracht wurde. Im Laufe der Recherchen taucht Jans Tochter Thyra auf, die nach ihrer Geburt für Jan unerreichbar war.

Noch während Vater und Tochter sich einander annähern, werden sie in den lebensgefährlichen Strudel der Ereignisse hineingezogen…

Das Interview mit Dirk Trost

Dirk Trost | hoffotografen.de

Dirk Trost | hoffotografen.de

krimi-tick.de: Wie und wann entstand Ihre Idee zu Ihrem Buch „Granat für Greetsiel“?

Dirk Trost: Den Wunsch zu schreiben verspürte ich mit dem Zeitpunkt, als ich zu lesen begann. Als kleiner Junge hatte ich immer in den Krimis meines Opas geschmökert und wusste immer, wenn ich mal etwas schreibe, wird es ein Krimi sein.

Ok zugegeben, das erste Buch ist Fachbuch geworden, aber das erste handgeschriebene Manuskript war ein – Grinsen ist erlaubt – Jerry Cotton Groschenroman.

Die Idee zu Greetsiel kam mir auf der Hafenkante im Greetsieler Hafen sitzend, während ich einem Kamerateam bei den Dreharbeiten zu einer Komödie zuschaute. Da dachte ich bei mir, dass Greetsiel mit seiner Postkartenidylle ein idealer Schauplatz für ein Krimi wäre. Mich reizte der Kontrast zwischen sonnenbeschienener Idylle und sturmgepeitschten Mordnacht sehr.

krimi-tick.de: Warum schreiben Sie ausgerechnet Krimis?

Dirk Trost: Weil ich Krimis sehr gerne lese und als Ausgleich zum beruflichen Alltag, der von Fachthemen und –literatur geprägt ist.

krimi-tick.de: Wie ist Ihre Vorgehensweise, bevor überhaupt das erste geschriebene Wort des gerade neu begonnenen Manuskriptes sichtbar ist?

Dirk Trost: Ich sammle Ideen, notiere sie, schneide sie aus Zeitungen aus, fotografiere sie, oder spreche sie als Sprachmemo aufs Handy.
Eine Grundidee setzt sich in meinem Kopf durch und entzündet sich. Diesen Grundgedanken spinne ich über Wochen und Monate neben meinem alltäglichen Tun im Kopf aus und um. Hat sich aus der Idee das Gerüst einer Geschichte entwickelt, nehme ich ein Flipchart und skizziere die Geschichte mit ihren Haupt- und Nebensträngen in groben Zügen. Wenn der Anfang der Geschichte, meist das gesamte erste Kapitel, in meinem Kopf einen schreibfähigen Status erreicht hat, lasse ich die Sätze und Dialoge einfach fließen.

Nach dem ersten Kapitel wühle ich mich durch die sehr umfangreichen Recherchen der von mir angepeilten Themen. Habe ich genug Material gesammelt, beginne ich mit dem eigentlichen Schreiben. Dabei gebe ich der Geschichte und den Menschen, die mitspielen ausreichend Freiraum zur Entfaltung.

Menschen? Ja, Menschen. Ich habe im Laufe der langen Abende und Nächte des Schreibens eine sehr innige Beziehung zu den Personen meiner Geschichten entwickelt – wir haben viel Spaß miteinander.

krimi-tick.de: Wie sieht Ihr gewöhnlicher Tagesablauf beim Schreiben aus?

Dirk Trost: Da ich eine hauptberufliche Tätigkeit habe, der ich mich mit vollem Einsatz und Motivation widme, beschränkt sich das Schreiben auf lange Winterabende und Wochenenden. Wochentags arbeite ich tagsüber in meinem Beruf und gehe nach Feierabend zum Tango Argentino oder ins Fitness Studio. Anstatt dann anschliessend vor dem Fernseher einzuschlafen, tauche ich in meine Geschichten ein. Am Wochenende setze ich mich meist mit Kaffee und Bademantel ans Notebook und schreibe, bis ich keine Lust mehr habe.

Zusammenfassen kann man sagen, dass ich mich mehr von der Lust am Schreiben leiten lasse, als zwanghaft Sätze oder Dialoge zusammenzuknödeln.

krimi-tick.de: Welche/n Schriftsteller/in würden Sie gerne einmal treffen und was würden Sie ihn/sie fragen?

Dirk Trost: Umberto Eco würde ich gerne fragen, wenn ich vor lauter Ehrfurcht wieder reden könnte, wie er seine Recherchen durchgeführt hat und wie er sich seine Quellen erschlossen hat.

Von Frank Schätzing würde ich gerne wissen, wie er sein Schreibpensum von acht Stunden täglich schafft ohne vom Stuhl zu fallen.

krimi-tick.de: Was lesen Sie gerade?

Dirk Trost: Wie gewohnt, mehrere Bücher gleichzeitig:
„Erika oder der verborgene Sinn des Lebens“ von Elke Heidenreich, Michael Sowa
„Literaturagentur“ vom Autorenhaus Verlag
„Obsolete Angels“ von Annie Bertram
„Erbarmen“ von Jussi Adler Olsen

krimi-tick.de: Gibt es etwas was Ihnen schwer fällt zu schreiben, oder etwas was Sie gar nicht schreiben würden?

Dirk Trost: Mit Science Fiction hätte ich meine Probleme.

Weiterführende Infos

dirktrost.com: Die Website des Autors
http://www.dirktrost.com/index.html >>
 
facebook.com: Die Profilpage von Dirk Trost
https://www.facebook.com/dirktrostautor >>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

Tags: ,

2 Antworten auf Autoren im Fokus: Das Interview mit Dirk Trost, dem Autor des OstfriesenKrimis „Granat für Greetsiel“

  1. Klaus Ridder sagt:

    Hallo,
    gibt es die Bücher “ Granat für Greetsiel“ und “ 24/7 für Pilsum“ nur elektronisch
    oder auch als Taschenbuch ?
    Gruß
    Klaus Ridder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

sechzehn + 8 =