krimi-tick.de

Autoren im Fokus: Das Interview mit Sebastian Fitzek, dem Ko-Autor desThrillers „Abgeschnitten“

Mrz 12, 14 • Autoren Im FokusNo CommentsRead More »
FacebookLinkedInTwitterGoogle+PinterestEmpfehlen

Der bekannte und allseits geschätzte Autor Sebastian Fitzek hat mit dem Rechtsmediziner Michael Tsokos in Gemeinschaftsproduktion einen Thriller geschrieben, der einen bis zum Ende des Buches nicht mehr loslässt; Beat-für-Beat ein Erlebnis mit hohem Suchtfaktor: Warum eigentlich gibt es von dem Duo nur ein Buch? Grund genug für uns wieder genauer hinzuschauen – wir wollten es wieder genauer wissen und haben Sebastian Fitzek „zum Verhör“ gebeten.

Stephi Meyer | stephimeyer.com

Stephi Meyer | stephimeyer.com

Über das Buch „Abgeschnitten“

Ein dramatischer Motion Comic lässt Sie gleich zu Beginn tief in die Welt von Abgeschnitten eintauchen.

Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert.
Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert…

Das Interview mit Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek

krimi-tick.de: „Wie und wann entstand Ihre Idee zu Ihrem Buch „Abgeschnitten“?“

Sebastian Fitzek: „Michael Tsokos und ich haben uns bei der Talkshow „Fröhlich Lesen“ im MDR kennengelernt und ein Jahr später zufällig bei der „Langen Nacht der Pathologie“ (die gibt es wirklich!) um ein Uhr morgens an einer Würstchenbude wiedergetroffen, die der Veranstalter dort als Catering aufgebaut hatte. Michael hielt dort im Medizinhistorischen Museum der Charité einen Vortrag, ich las aus meinem Thriller „Augensammler“. Beim Smalltalk an der Würstchenbude fragte ich ihn, ob er denn neben Sachbüchern auch mal Thriller schreiben wollte, und er sagte, er hätte tatsächlich eine Idee. Und diese Grundidee fand ich so faszinierend, dass wir noch in dieser Nacht ins Brainstorming zu „Abgeschnitten“ verfielen.“

krimi-tick.de: „Was reizt Sie an der Zusammenarbeit mit dem Co-Autor Michael Tsokos im Krimi „Abgeschnitten“?“

Sebastian Fitzek: „Wir wollten endlich mal einen rechtsmedizinischen Thriller schreiben, der mit all den Vorurteilen und Fehlern aufräumt, denen man normalerweise in diesem Genre begegnet, zum Beispiel der Standardszene, in der ein Angehöriger im Leichenschauhaus die Leiche identifiziert. Da sich Täter bei Gewaltdelikten zu fast 90% im näheren Umfeld des Opfers finden, wird es so etwas in der Realität natürlich nicht geben, auch wenn man das z.B. im Tatort immer wieder sieht. Zudem wir wollten eine Sektion so realistisch wie möglich schildern.“

krimi-tick.de: „Warum schreiben Sie ausgerechnet Krimis?“

Sebastian Fitzek: „Das habe ich mir genauso wenig ausgesucht, wie die Tatsache, dass ich lieber ans Meer fahre als in die Berge. Thriller sind seit meiner Kindheit meine Leidenschaft.“

krimi-tick.de: „Wie ist Ihre Vorgehensweise, bevor überhaupt das erste geschriebene Wort des gerade neu begonnenen Manuskriptes sichtbar ist?“

Sebastian Fitzek: „Zunächst einmal erstelle ich mir ein Exposé, in dem Anfang, Mittelteil und Schluss grob skizziert sind. Dann beginne ich mit einer Vor-Recherche und stelle dann beim Schreiben regelmäßig fest, dass mein Exposé wenig mit dem letztendlichen Romaninhalt zu tun hat, da die Figuren spätestens nach 50 Seiten ein Eigenleben führen und damit die Kontrolle über den Stoff an sich reißen. Nach der ersten Fassung gebe ich das Manuskript ins Lektorat und zu Experten, die die Fakten im Buch überprüfen.“

krimi-tick.de: „Wie sieht Ihr gewöhnlicher Tagesablauf beim Schreiben aus?“

Sebastian Fitzek: „Ich habe eigentlich einen ganz normalen, eher langweiligen Arbeitstag. Ich setze mich spätestens um 9.00 Uhr an den Schreibtisch und arbeite, so lange bis mir nichts mehr einfällt.“

krimi-tick.de: „Welche/n Schriftsteller/in würden Sie gerne einmal treffen und was würden Sie ihn/sie fragen?“

Sebastian Fitzek: „Ich würde gerne Patrick Süskind treffen und ihn fragen, weshalb er keine Romane mehr schreibt.“

krimi-tick.de: „Was lesen Sie gerade?“

Sebastian Fitzek: „Ich habe gerade Cry Baby von Gillian Flynn beendet und stehe kurz davor, mir den neuen Grisham zu kaufen.“

krimi-tick.de: „Gibt es etwas was Ihnen schwer fällt zu schreiben, oder etwas was Sie gar nicht schreiben würden?“

Sebastian Fitzek: „Es gibt ehrlich gesagt nichts, was mir leicht fällt zu schreiben. Ich muss jeden einzelnen Satz mehrfach überarbeiten, bis ich zufrieden bin.“

Weiterführende Infos

hoerbuecher-blog.de: Der Hörbücher Blog über „Abgeschnitten“
http://www.hoerbuecher-blog.de/abgeschnitten-von-sebastian-fitzek-und-michael-tsokos/ >>
 
herzgedanke.wordpress.com: Oh, ja! Sebastian Fitzek hat es mal wieder geschafft mir das Grauen zu lehren.
http://herzgedanke.wordpress.com/2013/02/08/sebastian-fitzek-und-michael-tsokos-abgeschnitten/ >>
 
manustintenkleckse.blogspot.de: Ein Thriller von Sebastian Fitzek der diesmal tatkräftige Unterstützung von Michael Tsokos hat.
http://manustintenkleckse.blogspot.de/2014/02/abgeschnitten-sebastian-fitzek-michael.html >>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

Tags:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

20 + vier =