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Ein Schweizer Krimi: „Nebel auf der Bettmeralp“ von Alex Gasser

Jan 26, 14 • Krimi, krimi-tick.deNo CommentsRead More »
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Man könnte meinen, eine Lebensgeschichte sei kein Krimi, aber mitnichten. Das ändert sich schlagartig, als die gutaussehende Nachhilfelehrerin des Protagonisten Elsa Zuppiger mit einer Schere erstochen aufgefunden wird. Die Tote führte ein Doppelleben und hinterlässt Kurt Mohler brisante Dokumente, die er in seiner noch jungen kriminellen Karriere immer wieder nutzt, um seine Ziele durchzusetzen.

Buchcover Nebel auf der Bettmeralp

Buchcover Nebel auf der Bettmeralp

Über dieses Buch

Das Buch beginnt im Basler Restaurant „Harmonie“: Dort sitzt der Autor mit Freunden an einem Tisch, als er von einem fremden Mann angesprochen wird. Es ist Kurt Mohler, 64 jährig und schwer krank. Er übergibt ihm seine Memoiren mit der Bitte, diese schriftstellerisch weiter zu bearbeiten. Eine brisante Enthüllung eines abenteuerlichen Lebens tut sich auf.

Kurt Mohler erlebte eine anfänglich sorgenfreie Jugend. Der brutale Mord an seiner Nachhilfeunterrichtslehrerin, Elsa Zuppiger, bewegte einerseits die ganze Region, bedeutete jedoch für Kurt Mohler den Beginn eines turbulenten Lebens. In seiner Baslerzeit lernte er neue Freunde kennen, die zu seinen lebenslangen Begleitern werden. Sie sind Freunde und trotzdem Werkzeuge seiner Taten: Erpressungen, mehrfacher Totschlag und Waffenschiebereien sind der Inhalt des Lebens von Kurt Mohler. Dabei wird er immer wieder von seinen Erlebnissen um den Mord an Elsa Zuppiger eingeholt.

Eine Meinung zum Buch

Man könnte meinen, eine Lebensgeschichte sei kein Krimi, aber mitnichten. Mit einer zufälligen leicht abstrusen Begegnung zwischen dem Protagonisten und dem Autor beginnt das Buch eher etwas untypisch. Das macht noch keinen Krimi aus. Allerdings ändert sich das, als die gutaussehende Nachhilfelehrerin des Protagonisten Elsa Zuppiger mit einer Schere erstochen aufgefunden wird. Die Tote führte ein Doppelleben und hinterlässt Kurt Mohler brisante Dokumente, die er in seiner noch jungen kriminellen Karriere immer wieder nutzt, um seine Ziele durchzusetzen.

Dem Autor gelingt es den Leser schnell mit einzubeziehen, er macht ihn zum Begleiter des Protagonisten in einer Handlung, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Dabei sind es weniger Dialoge der Personen, die Handlung bestimmen, als vielmehr die Erzählung der Handlung. Die dabei verwendete Sprache des Romans ist durchzogen von charmanten schweizerischen Wort- uns Satzkonstruktionen – um nur einige Beispiele zu nennen: „… Setzen wir das auf die Pendenzenliste…“, „… Eisschollen hatten sich gebildet! Die Älteren sprachen bereits von einer Jahrhunderteisgfrörni…“, „… So nahmen wir erst einen kräftigen Schluck, machten dabei duzis und sprachen ausgiebig über Fussball…“.

Die Figur des Protagonisten Kurt Mohler wirkt anfänglich etwas unwirklich, jedoch ändert sich das schnell mit den Geschehnissen um Elsa Zuppiger. Das Schicksal und die Handlungen sind schlüssig dargestellt und geben immer wieder Anlass zum schmunzeln. Die Hauptfiguren werden fast sympathisch und wecken das Interesse des Lesers am Fortgang der Handlung.

Die Spannung ergibt sich aus den Verstrickungen der Hauptperson, der sein Wissen nutzt, um seine Ziele zu verfolgen. Wird er dabei enttarnt oder nicht? Diese Frage stellt sich bis zum Ende des Buches und macht den Leser in gewisser Weise zum Kriminalisten.

Das Interview mit dem Autor Alex Gasser

Wäre James Bond Schweizer gewesen, dann hätte er in Alex Gassers “Nebel auf der Bettmeralp” als Hauptperson fungieren können. Mittels eines individuellen Stils gelingt es Alex Gasser einen spannenden, jedoch eher etwas untypischen Thriller zu schreiben – einen Schweizer Thriller eben. Eine Gratwanderung. Grund genug für uns genauer hinzusehen und ein Interview mit dem Autor zu führen. Zum Interview >>

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Autor: cm | krimi-tick.de

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