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Autoren im Fokus: Das Interview mit Alex Gasser, dem Autor des Schweizer Krimis „Nebel auf der Bettmeralp“

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Wäre James Bond Schweizer gewesen, dann hätte er in Alex Gassers „Nebel auf der Bettmeralp“ als Hauptperson fungieren können. Mittels eines individuellen Stils gelingt es Alex Gasser einen spannenden, jedoch eher etwas untypischen Krimi zu schreiben – einen Schweizer Krimi eben. Eine Gratwanderung. Grund genug für uns genauer hinzusehen und ein Interview mit dem Autor zu führen.

Über das Buch „Nebel auf der Bettmeralp“

Kurt Mohler, ein kranker Mann, übergibt einem Unbekannten seine Memoiren mit der Bitte, diese schriftstellerisch weiter zu bearbeiten. Eine brisante Enthüllung eines abenteuerlichen Lebens tut sich auf.

Kurt Mohler erlebte eine anfänglich sorgenfreie Jugend. Der brutale Mord an seiner Nachhilfeunterrichtslehrerin, Elsa Zuppiger, bewegte einerseits die ganze Region, bedeutete jedoch für Kurt Mohler den Beginn eines turbulenten Lebens. In seiner Baslerzeit lernt lernte er neue Freunde kennen, die zu seinen lebenslangen Begleitern werden. Sie sind Freunde und trotzdem Werkzeuge seiner Taten: Erpressungen, Totschlag und Waffenschiebereien sind der Inhalt des Lebens von Kurt Mohler. Dabei wird er immer wieder von seinen Erlebnissen um den Mord an Elsa Zuppiger eingeholt.

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Das Interview mit Alex Gasser

Alex Gasser

Alex Gasser

krimi-tick.de: „Wie und wann entstanden Ihre Ideen zu Ihren Büchern „Nebel auf der Bettmeralp“ und „Tod in Barcelona“?“

Alex Gasser: „Seit über 30 Jahren verbringt unsere Familie die Winterferien auf der Bettmeralp. In den jeweils 14 Tagen gibt es leider immer wieder Nebeltage, die das Skifahren verunmöglichen. Die Idee der erfundenen Biographie „keimte“ schon lange in mir. 2008, nach meiner Frühpensionierung, fing ich meine Gedankenwelt niederzuschreiben. Die wesentlichen Teile entstanden an Nebeltagen auf der Bettmeralp. Mit Freunden haben wir das Buch gestaltet und die Vermarktung machte ich in eigener Regie. Ein aufwändige Sache, doch gibt es nichts Schöneres, als einen Käufer, eine Käuferin zu überzeugen. So konnte ich über 1‘200 Bücher verkaufen. Tod in Barcelona war eine logische Weiterführung. Dabei habe ich zwei Personen aus dem ersten Roman mitgenommen.“

krimi-tick.de: „Warum schreiben Sie ausgerechnet Krimis?“

Alex Gasser: „Beide Bücher sind keine eigentlichen Krimis. Bei mir sind Polizei, resp. der berühmte Kommissar eher notwendige Nebeneffekte. Trotzdem hat  mir das zweite Buch gezeigt, dass ich mich plötzlich im grossen Teich der Krimiautoren befinde – und dazu will ich mich nicht zählen. So entstand dann das dritte Buch: MYSTERIÖS, unheimliche Geschichten für Erwachsene.“

krimi-tick.de: „Wie ist Ihre Vorgehensweise, bevor überhaupt das erste geschriebene Wort des gerade neu begonnenen Manuskriptes sichtbar ist?“

Alex Gasser: „Ich trage Ideen in mir, die sehr oft auch im Traum entstehen. Einer meiner früheren Lehrer behauptete, dass ich ein gefährlich blühende Phantasie hätte. Recht hat er! Im Prinzip fange ich einfach an zu schreiben. Die Strukturen entstehen dann automatisch. Die Knochenarbeit beginnt dann bei der logischen Zuordnung der Ereignisse. Wenn ich etwas auf Seite 100 beschreibe, das auf einem Ereignis von Seite 6 basiert, dann muss es stimmen.“

krimi-tick.de: „Wie sieht Ihr gewöhnlicher Tagesablauf beim Schreiben aus?“

Alex Gasser: „Als Präsident der Stiftung Alterszentrum Birsfelden habe ich bereits eine ausfüllende Tätigkeit. Ich schreibe sehr schnell und kann meine Arbeit auch problemlos unterbrechen.“

krimi-tick.de: „Welche/n Schriftsteller/in würden Sie gerne einmal treffen und was würden Sie ihn/sie fragen?“

Alex Gasser: „Eigentlich keinen! Meine Existenz hängt ja nicht vom Schreiben ab.“

krimi-tick.de: „Was lesen Sie gerade?“

Alex Gasser: „„Ein Mensch namens Jesus“ von Gerald Messadié. Das Buch habe ich sicher vor mehr als 20 Jahren zum ersten Mal gelesen. Es fasziniert mich heute noch.“

krimi-tick.de: „Gibt es etwas was Ihnen schwer fällt zu schreiben, oder etwas was Sie gar nicht schreiben würden?“

Alex Gasser: „Das Schreiben liegt mir. Ich kann mich relativ leicht in wechselnde Situationen eindenken und einfühlen. So schreibe ich in diesen Tagen die Grabesrede für meinen Vater, der am 31.12.2013 verstorben ist.“

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Nebel auf der Bettmeralp

Nebel auf der Bettmeralp

Tod in Barcelona

Tod in Barcelona

Autor: cm | krimi-tick.de

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