krimi-tick.de

Autoren im Fokus: Das Interview mit Michael Tsokos, dem Autor des populären Sachbuches „Die Klaviatur des Todes“

FacebookLinkedInTwitterGoogle+PinterestEmpfehlen

Mit dem Fall einer Wachsleiche in der Berliner Charite, bei der angenommen wurde es handele sich eventuell um die ermordete Rosa Luxemburg, gerät Michael Tsokos 2009 in die Spiegel-Schlagzeilen. Seitdem ist viel Wasser die Spree heruntergeflossen und Michael Tsokos war nicht untätig. Sein aktuell letztes populäres Sachbuch „Die Klaviatur des Todes“ ist Anlass für uns beim Autor Michael Tsokos genauer hinzuschauen – denn auch dort wollten wir es wieder genauer wissen.

"Mara Rabenstein" / www.jugendfotos.de

„Mara Rabenstein“ / www.jugendfotos.de

Über das Buch „Die Klaviatur des Todes“

Ein Toter auf einer Berliner Straße – Opfer eines heimtückischen Mordes oder ein tragischer Unfall? Eine grausam verstümmelte Frauenleiche – war es ein brutales Sexualverbrechen? Ein Ehepaar mit schweren Vergiftungssymptomen – standen die beiden auf der Todesliste des russischen Geheimdiensts?

Der Rechtsmediziner Michael Tsokos wird immer dann von den Ermittlungsbehörden um Hilfe gebeten, wenn sie mit ihrer Aufklärungsarbeit nicht weiterkommen. Er soll herausfinden, was die Toten nicht mehr erzählen können: War es Mord? War es Suizid? Oder war es ein Unfall? Realistisch und hautnah schildert Michael Tsokos rätselhafte Fälle, an deren Lösung er selbst maßgeblich beteiligt war. Im Obduktionssaal und im Labor fügt der Forensik-Spezialist die Indizien wie Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammen, das zur Rekonstruktion des Falles führt.

Das Interview mit Michael Tsokos

Michael Tsokos Bildquelle: commons.wikimedia.org

Michael Tsokos
Bildquelle: commons.wikimedia.org

krimi-tick.de:„Wie und wann entstanden Ihre Ideen zu Ihrem Buch „Die Klaviatur des Todes“?“

Michael Tsokos: „“Die Klaviatur des Todes“ ist mittlerweile mein drittes populärwissenschaftliches Sachbuch mit spannenden Fällen aus meiner Tätigkeit als Rechtsmediziner im In- und Ausland. Da die Vorgängerbücher „Dem Tod auf der Spur“ und „Der Totenleser“ sehr erfolgreich waren und sich monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste hielten, war ein drittes Buch die logische Konsequenz für das anhaltende Interesse der Leserschaft. Zudem ist noch lange nicht alles erzählt, was die Rechtsmedizin so spannend und faszinierend macht.“

krimi-tick.de:„Warum schreiben Sie ausgerechnet Sachbücher zum Thema Rechtsmedizin und versuchen sich nicht an einem Krimi?“

Michael Tsokos: „Da haben Sie schlecht recherchiert, ich schreibe doch auch Krimis, zuletzt den Bestseller „Abgeschnitten“, gemeinsam mit Sebastian Fitzek.“

krimi-tick.de:„Wie ist Ihre Vorgehensweise, bevor überhaupt das erste geschriebene Wort des gerade neu begonnenen Manuskriptes sichtbar ist?“

Michael Tsokos: „Ich bearbeite die Fälle als forensischer Pathologe. Zuerst am Tatort, dann im Sektionsaal, später als Sachverständiger vor Gericht. Das, was ich gesehen, herausgefunden und bei dem Fall erlebt habe, schreibe ich 1:1 auf. Da bedarf es keiner großen Fantasie, das ist alles real. Das macht das Schreiben einfach.“

krimi-tick.de:„Wie sieht Ihr gewöhnlicher Tagesablauf beim Schreiben aus?“

Michael Tsokos: „Mein Tag als Rechtsmediziner beginnt um 7.30 Uhr im Institut und endet gegen 19 Uhr. Wenn ich abends noch frisch bin, schreibe ich ab Mitternacht bis in den frühen Morgen. Ich brauche zum Glück nur ein bis zwei Stunden Schlaf pro Nacht, nicht mehr, das erleichtert das ungemein.“

krimi-tick.de:„Welche/n Schriftsteller/in würden Sie gerne einmal treffen und was würden Sie ihn/sie fragen?“

Michael Tsokos: „Mit den Schriftstellern, die ich gerne lese, wie Sebastian Fitzek, Veit Etzold oder Elisabeth Herrmann bin ich zum Glück schon sehr gut befreundet, insofern treffe ich die regelmäßig und lasse mir ihre neuen Bücher oder Projekte schildern. Das ist immer sehr spannend.“

krimi-tick.de:„Was lesen Sie gerade?“

Michael Tsokos: „“Versunkene Gräber“ von Elisabeth Herrmann und „Noah“ von Sebastian Fitzek.“

krimi-tick.de:„Gibt es etwas was Ihnen schwer fällt zu schreiben, oder etwas was Sie gar nicht schreiben würden?“

Michael Tsokos: „Gedichte, Songtexte, Werbeslogans, Liebesbriefe, Mahnungen.“

Was macht den Tod so sexy? Gibt es den perfekten Mord?

In einem SPIEGEL-Gespräch live an der Humboldt-Universität zu Berlin äußert sich Michael Tsokos zu kriminalistisch essentiellen Fragen wie: Was macht den Tod so sexy? Gibt es den perfekten Mord?

Kaufempfehlung

Weiterführende Infos

de.wikipedia.org: Michael Tsokos
http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Tsokos >>
 
amazon.de: Autorenseite Michael Tsokos
http://www.amazon.de/Michael-Tsokos/e/B00455WVC6/ref=sr_tc_2_0?qid=1388597228&sr=8-2-ent >>
 
focus.de: „Im Frühjahr ploppen die Wasserleichen hoch“
http://www.focus.de/panorama/welt/tid-29679/rechtsmediziner-michael-tsokos-im-fruehjahr-ploppen-die-wasserleichen-hoch_aid_925105.html >>
 
hoerbuecher-blog.de: Interview mit Rechtsmediziner Michael Tsokos
http://www.hoerbuecher-blog.de/interview-mit-rechtsmediziner-michael-tsokos/ >>
 
spiegel.de: Rechtsmediziner Tsokos: „Etliche Mordfälle bleiben aus Kostengründen ungeklärt“
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/interview-mit-michael-tsokos-ueber-die-rechtsmedizin-a-887415.html >>
 
spiegel.de: Der Fall einer Wachsleiche in der Berliner Charité hat einen Gelehrtenstreit ausgelöst. Handelt es sich um Rosa Luxemburg?
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-68425695.html >>
 
bitterlemmer.net: Vendetta der Berliner Rechtsmediziner: Schneider greift Tsokos wegen angeblicher Rosa Luxemburg an
http://www.bitterlemmer.net/wp/2009/12/29/vendetta-der-berliner-rechtsmediziner-schneider-greift-tsokos-wegen-angeblicher-rosa-luxemburg-an-2/ >>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

Tags:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

fünf × vier =