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eBooks und eReader bieten grosses Potential in der Leseförderung bei Kindern

Jan 4, 14 • ebookNo CommentsRead More »
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Die Studie des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen untersucht das Potenzial von E-Readern in der Leseförderung. Die Ergebnisse zeigen: eReader und eBooks sind für leseferne Schülerinnen und Schüler attraktiver als das herkömmliche Bücherregal mit Printbüchern. Eine vorhandene Hemmschwelle zum (Erst-)Kontakt mit Büchern kann gesenkt werden. 

"Lena Deubel" / www.jugendfotos.de

„Lena Deubel“ / www.jugendfotos.de

Bei der durchgeführten Untersuchung handelt es sich zwar um eine Feldstudie ohne repräsentativen Ansatz, jedoch wurde durch den Vergleich von Untersuchungssituationen und deren Ergebnisse interessante Ergebnisse erzielt.

Die experimentelle Untersuchung begleitete Schülerinnen und Schüler aus vier vergleichbaren Schulklassen der Jahrgangsstufe 6 über ein Schuljahr hinweg: Eine Klasse erhielt eine Klassenbibliothek mit Print-Büchern, eine Klasse wurde mit eReadern und Zugang auf eine Website mit kostenlosem Angebot der gleichen Buchtitel als eBooks ausgestattet, eine Klasse erhielt sowohl eine Klassenbibliothek als auch eReader und eBook-Angebot und eine vierte Klasse diente als Referenzklasse ohne Ausstattung.

Ziel der Untersuchung war es herauszufinden, welchen Einfluss eReader auf das Leseverhalten von Kindern besitzen. Der Durchführungszeitraum der Feldstudie begann nach den Sommerferien 2010 und erstreckte sich über ein Jahr.

Die zentralen Befunde der Studie haben interessante Erkenntnisse zutage gefördert

Eigentlich haben wir es schon immer gewusst: Kinder sind begeisterungsfähig! Wenn sie einmal „Blut geleckt“ und Spaß an einer Sache gefunden haben, dann wollen sie nicht mehr aufhören. Die Ergebnisse dieser Feldstudie scheinen diese umgangssprachliche Weisheit zu bestätigen:

  • Die eReader bewirken eine Anfangsbegeisterung und senken die Hemmschwelle zum Erst-Kontakt mit Büchern.
  • Die Nutzung des eReaders trägt dazu bei, das Lese-Image zu verbessern. Das als „altmodisch“ empfundene gedruckte Buch erscheint auf dem eReader als moderne Alternative.
  • Es werden mehr gedruckte Bücher heruntergeladen, als in gedruckter Form ausgeliehen. eBooks sind besonders geeignet, die Schwelle zum Bücherlesen bei lesefernen Jugendlichen zu senken.
  • Um das vorhandene Potential bei der Verbesserung des Leseverhaltens und der Verstärkung der Lesemotivation auszuschöpfen, müssen technische Mindestanforderungen erfüllt sein, da sonst die Nutzung nach der ersten „Euphorie des Neuen abbricht“.

Kinder zeigen den Profis wie gute Bücher gemacht werden

Das Schlagwort „Kinder an die Macht!“ scheint sich auch bei den eBooks zu bewahrheiten. Wie Kinder unbefangen und mit viel Fantasie an die Verwirklichung eines eBook-Projektes herangehen, was sie dabei produzieren und wie kreativ und toll das sein kann, zeigt dieses Video. Die Schüler einer 4. Klasse haben gemeinsam mit ihrem Lehrer mit Apples iBook-Software das eBook „Sicher im Internet“ erstellt und produziert.

Weiterführende Infos

stiftunglesen.de: Studie zum Potenzial von E-Readern in der Leseförderung
https://www.stiftunglesen.de/institut-fuer-lese-und-medienforschung/forschungsprojekte/ereaderstudie >>
 
stiftunglesen.de: Der Link zum Download der Studie „Das Potenzial von E-Readern in der Leseförderung“
http://www.stiftunglesen.de/download.php?type=documentpdf&id=562 >>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

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