krimi-tick.de

Autoren im Fokus: Das Interview mit Ulrike Schelhove, der Autorin des Eifel-Krimis „Der Kindermacher“

FacebookLinkedInTwitterGoogle+PinterestEmpfehlen

Die Autorin Ulrike Schelhove lebt in der Eifel und schreibt mit viel Herzblut. „Der Kindermacher“ ist ihr Debüt-Kriminalroman. Grund genug für uns genauer hinzusehen und ein Interview mit der Autorin durchzuführen. Wir wollen es mal wieder genauer wissen.

Über das Buch Der Kindermacherbuchcover_der-kindermacher_ulrike-schelhove

Der „Kindermacher“ Dr. Reichenbach betreibt in Köln eine lukrative Klinik für künstliche Befruchtungen. Kinderlose Paare sind seine Klientel. Eines nachts wird er vor seiner Villa in der Eifel aus dem Hinterhalt erschossen … Die Kommissare Landwehr und Stettenkamp stoßen auf schockierende Details: In der Klinik des Mordopfers wurden heimlich Kinder nach Maß gezeugt, die Kunden konnten selbst über Geschlecht und Aussehen ihrer Designerbabys bestimmen. Eine solche Selektion ist in Deutschland jedoch streng verboten.

Das Interview mit der Autorin Ulrike Schelhove

Ulrike Schelhove

Ulrike Schelhove

krimi-tick.de: „Wie und wann entstand Ihre Idee zu Ihrem Buch „Der Kindermacher – Ein Eifel-Krimi“?“

Ulrike Schelhove: „Der Deutsche Kurzkrimi-Wettbewerb „Tatort Eifel“ hat mich auf die Idee gebracht. Ich habe die Ausschreibung gelesen und sie hat mich sofort angesprochen. Ich habe dann aber festgestellt, dass mir Kurzgeschichten gar nicht liegen und auch den Wettbewerb nicht gewonnen. Aber die Idee zum Eifel-Krimi „Der Kindermacher“ war geboren. Fünf Monate lang habe ich dann in jeder freien Minute daran geschrieben.“

krimi-tick.de: „Warum schreiben Sie ausgerechnet Krimis?“

Ulrike Schelhove: „Der Reiz am Krimi sind für mich die Figuren, sowohl die des Mörders als auch die der Verdächtigen. Warum wurde der Tote zum Opfer? Welche Motive haben die Menschen in seinem privaten und beruflichen Umfeld, ihn umzubringen? Hinzu kommt der Reiz, ein gesellschaftliches Thema, wie im „Kindermacher“, in einem Krimi darzustellen. Eine ordentliche Prise Lokalkolorit einzustreuen, macht mir ebenfalls Spaß. Ich beschreibe aber bewusst nicht jede Weggabelung und jeden Ast im Eifel-Wald.“

krimi-tick.de: „Wie ist Ihre Vorgehensweise, bevor überhaupt das erste geschriebene Wort des gerade neu begonnenen Manuskriptes sichtbar ist?“

Ulrike Schelhove: „Die Vorarbeit nimmt bei mir einen recht breiten Raum ein. Zunächst interessiert mich ein Thema, von dem ich glaube, dass es tragfähig genug für ein ganzes Buch ist. Dann erschaffe ich meine Figuren im Kopf. Wie sehen sie aus, was haben sie erlebt, wie sind ihre Charaktereigenschaften? Durch meine Figuren entwickelt sich dann die Handlung. Die verfeinert sich in meinem Kopf und schließlich plane ich die einzelnen Kapitel. Zu meinem zweiten Krimi stecke ich noch mitten in der Vorarbeit. Trotzdem hat es mich in den Fingern gejuckt, den Prolog schon mal zu Papier zu bringen. Ganz so strukturiert läuft’s also doch nicht immer…“

krimi-tick.de: „Wie sieht Ihr gewöhnlicher Tagesablauf beim Schreiben aus?“

Ulrike Schelhove: „Früher habe ich geglaubt, als Schreiberling schläft man morgens lange, setzt sich dann in ein nettes Café und wartet auf die Inspiration… Ich habe drei kleine Kinder und sehe zu, dass ich mir abends und an den Wochenenden Freiräume zum Schreiben schaffe. Ich kann also nicht auf die Muse warten, die mich küsst, sondern muss recht diszipliniert die wenige Zeit, die ich habe, nutzen. So habe ich aber auch gelernt, dann sehr konzentriert bei der Sache zu bleiben.“

krimi-tick.de: „Welche/n Schriftsteller/in würden Sie gerne einmal treffen und was würden Sie ihn/sie fragen?“

Ulrike Schelhove: „Ein Treffen mit Nele Neuhaus wäre toll. Ich finde ihre Krimis und auch ihr erstes Werk „Unter Haien“ sehr spannend, und mag die Geschichten, die sie erzählt. Mit ihr würde ich mich gern über ihre Bücher, aber auch über ihren Werdegang als Autorin unterhalten. Nele Neuhaus hat „Unter Haien“ zunächst im Selbstverlag herausgebracht und wurde Jahre später von einem großen Publikumsverlag entdeckt.“

krimi-tick.de: „Was lesen Sie gerade?“

Ulrike Schelhove: „Ich lese gerade zwei Bücher parallel, einen Roman und ein politisches Sachbuch: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg, und verschwand“ von Jonas Jonasson, eine Geschichte über die bewegende wie irrwitzige Flucht eines alten Mannes. „Die Welt aus den Fugen“, von Peter Scholl-Latour, in dem es um die aktuellen Brennpunkte der Weltpolitik geht.“

krimi-tick.de: „Gibt es etwas was Ihnen schwer fällt zu schreiben, oder etwas was Sie gar nicht schreiben würden?“

Ulrike Schelhove: „Hm. Wie gesagt, Kurzgeschichten liegen mir nicht so. Wenn ich meine Figuren schaffe und die Handlung plane, dann komme ich fast immer zu einer breit angelegten Geschichte, die einfach eher nach einem Buch als nach ein paar Seiten ruft.“

Kaufempfehlung

Weiterführende Infos

ulrikeschelhove.wordpress.com: Der Blog der Autorin
http://ulrikeschelhove.wordpress.com/ >>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

Tags: ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

fünf + 3 =