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Versionsverwaltung für Autoren: Kreativ arbeiten ohne Verlustängste

Nov 30, 13 • WebtippNo CommentsRead More »
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Autoren  können dank einer Versionsverwaltung ihren Schreibverlauf genau nachverfolgen, verloren gegangene Ausschnitte und Geschichten wieder herauskramen, oder einfach nur sicher gehen, dass kein Stück Text auf dem langen Weg zur fertigen Geschichte verloren gegangen ist. Auch wenn die Versionsverwaltung Ähnlichkeit mit einer Datensicherung (Backup) hat, so ist die Intention eine andere.

"Jennifer Saalfrank" / www.jugendfotos.de

„Jennifer Saalfrank“ / www.jugendfotos.de

Ein Beispiel: Sie schreiben einen Roman und lassen einen Ihrer Protagonisten unter mysteriösen Umständen sterben. Etwa zwanzig Seiten später merken Sie, dass Sie den Helden doch lieber am Leben lassen wollen und gehen in der Geschichte zurück und verändern Ihren Text. Zwei Tage später merken Sie, es war doch keine so gute Idee und Sie hätten gerne den ursprünglichen Text wieder, um dort fortzusetzen.

Die Versionsverwaltung kann Sie in der Handhabung unterstützen; die verschiedenen Arbeitsstände des Master-Dokumentes sind gespeichert und auch nach einer Veränderung jederzeit wiederherzustellen. Lokale Versionsverwaltungssysteme eignen sich sehr gut für Einzelanwender oder kleinere Gruppen, die sich in derselben Location befinden. Webtools hingegen sind etwas für verteilte Gruppen, die sich eventuell auch in verschiedenen Zeitzonen befinden und jederzeit auf die verschiedenen Versionen zugreifen wollen.

Versionsmanagement basiert meist auf einem Repository auf das meist mehrere User (Autoren) zugreifen. In dem Repository legen User geänderte Dateien ab oder laden sich Dateien mit bestimmten Versionen vom Repository herunter auf ihren lokalen Computer. Das Repository ist meist ein Server, der über ein Netzwerk erreichbar ist. Die User greifen über ihre Computer auf das Repository zu.

Wozu braucht ein Autor eine Versionsverwaltung?

Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Arbeitsbereich kann bedeuten, dass ein Dokument von verschiedenen Autoren bearbeitet und mehrfach überarbeitet wird. Ohne automatische Versionskontrolle müssten die Autoren viel administrative Routinearbeit zusätzlich erledigen, um die verschiedenen Fassungen der Dokumente in ihrer zeitlichen und inhaltlichen Abfolge auseinander zu halten. Weil es sicherer und zudem deutlich bequemer ist empfiehlt sich für diese Jobs die Verwendung einer Versionsverwaltung.

Wie funktioniert eine Versionsverwaltung?

Normalerweise geht eine Versionsverwaltung von einer Mehrbenutzer-Umgebung aus (Autoren-Team), aber sie funktioniert natürlich auch in einem Einbenutzer-Umfeld. Sie haben einen zentralen Ort, wo alle Ihre Dokumente abgelegt, mit Revisionen versehen und Änderungen festgehalten werden –  das Repository. Sie können sich jetzt aus diesem Repository Stände als Arbeitskopien in ein lokales Arbeitsverzeichnis auf Ihrem Computer laden, dort verändern und als neue Revision wieder in das Repository zurückgeben. Sie arbeiten prinzipiell immer nur mit Kopien der jeweiligen Revision und Ihre Originaldateien bleiben unverändert.

 

Das Prinzip der Versionsverwaltung

Das Prinzip der Versionsverwaltung

 

Sind Webtools für die Versionsverwaltung eine Lösung?

Mit einem Webtool könnte man beispielsweise seinen Co-Autoren einen Text zur gemeinsamen Bearbeitung zur Verfügung stellen. Möchte ein Mitglied des Autorenteams eine Änderung am Text vornehmen, muss er nichts herunterladen oder installieren und auch nicht notieren, wo genau die Änderungen untergebracht sind, darum kümmert sich das Webtool. Wenn der Autor meint, die Überarbeitungen seien so weit in Ordnung und könnten in den Haupttext übernommen werden, kann er dies beantragen. Dem kann der Hauptautor entweder zustimmen, oder direkt über das Webtool eine Diskussion darüber mit den Co-Autoren starten. Je nach Ergebnis können die Änderungen dann einfach übernommen oder verworfen werden, ohne dass dabei viel zusätzlicher Arbeitsaufwand entstehen würde.

Eines derjenigen Webtools, die wir bei krimi-tick.de benutzen ist Penflip: https://www.penflip.com>>

Einfach, jedoch sehr usabilitygerecht gestaltet setzt es funktionell auf Git auf und bietet mit einer intuitiv bedienbaren Weboberfläche eine Funktionsvielfalt, die seinesgleichen sucht.

screenshot_penflip

Weiterführende Infos

t3n.de: Git: Eine einfache Anleitung ohne Schnick-Schnack
http://t3n.de/news/git-einfache-anleitung-ohne-359323/ >>
 
gitimmersion.com: Guided Tour
http://gitimmersion.com/ >>
 
t3n.de: penflip – Github für Autoren
http://t3n.de/news/penflip-github-fur-autoren-491157/>>
 
wikipedia.org: Versionsverwaltung
http://de.wikipedia.org/wiki/Versionsverwaltung>>
 
Autor: cm | krimi-tick.de

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