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Ein sinnlicher Krimi: Grün. Le vert de la Provence von Tom Burger

Sep 29, 13 • KrimiNo CommentsRead More »
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Was hat die Kräuterheilerin mit dem Toten im Pool der provenzalischen Villa zu tun? Valerie, die Frau des Toten, bittet den Kriminalschriftsteller und Kochbuchautor Anselm um Hilfe. Beide erkennen, daß der Tod nur der leidenschaftliche sexuelle Beginn ist und nicht das Ende.

Über das Buch

schatten, wiese, sonne

Stephi Meyer | krimi-tick.de

An einem heißen Augusttag findet Valerie Baumann ihren Mann Edgar tot im Pool der provenzalischen Urlaubsvilla. Durch dieses Ereignis bleibt die Identität einer mysteriösen Händlerin von Heilkräutern ungeklärt, die Edgar Baumann – von seiner Frau unbemerkt beobachtet – kurz zuvor auf einem Wochenmarkt innig umarmt hatte.
Valerie bittet den Kriminalschriftsteller und Kochbuchautor Anselm Bernhard, diese Frau, die so gar nicht in das Beuteschema ihres notorisch untreuen Gatten passt, für sie zu finden.
Kurz darauf wird ein erstes Mordopfer in der beginnenden Reihe entdeckt und schnell kollidieren Anselm Benrhards Recherchen mit den Ermittlungen der Police nationale. Während der Autor auf regionalen Wochemärkten eine Spur der Kräuterexpertin sucht, verfolgt Komissar Luc Vidal auch ganz andere Fährten.
Beide müssen erkennen, dass Baumanns Tod nur der Beginn eines mörderischen Reigens markiert, bei dem Motive und Akteure sehr lange im Verborgenen bleiben.
Sieben Tage lang reiht sich in der atemberaubenden Karstlandschaft der haute Provence ein Verbrechen an das andere. Dabei gerät Anselm Bernhard selber unter Verdacht.

Eine Meinung zum Buch

Wenn es ein echtes Geruchs- und Gefühlsbuch geben würde, dann hätte man es hier vor sich: „Der verblassende Duft des Blumenmarktes lag noch in der Luft, verband sich mit den Aromen von Kaffee (Ich liebe Kaffeduft!) und unzähligen Nuancen unterschiedlichen Parfums zu einem sinnlichen Ereignis.“ Ein Erlebnisbuch aller erster Güte: landschaftliche Erlebnisbeschreibungen und Naturereignisse treten in den Vordergrund und werden so intensiv geschildert, das man glaubt nur den Kopf drehen zu müssen um mittendrin zu stehen.

Keine zehn Seiten vergehen ohne ein neues, sinnliches Ereignis, in dem die Kriminalhandlung etwas in den Hintergrund gerät.
Der Spannungsbogen wird von den Schönheiten der Stadt, den zahllosen attraktiven Frauen und dem exzellenten Essen in Begleitung eines kalten Roséweines aus dem Bewusstsein verdrängt. Man vergisst, das man eigentlich einen Kriminalroman in den Händen hält und keine Reisegeschichte, wenn man bereits nach dem nächsten sinnlichen Ereignis giert.
Die  menschlichen Protagonisten werden zu Lieferanten der Rahmenhandlung – die imponierende karstige Landschaft, Farboasen aus Lavendelblau, Chromoxydgrün oder dunklem Siena übernehmen die Handlung – Essen wird zur Lust, die an malerischen Orten in der französischen Provence zelebriert wird.
Urlaubsfeeling kommt beim Lesen auf und lässt den Spannungsbogen der eigentlichen Handlung verkümmern wie einen Grashalm in der Wüste.

Kaufempfehlung

Das Interview mit dem Autor Tom Burger

Krimi-Vergnügen und Lust auf Provence – 8.089 Kindle-User sind diesem Impuls vom 16. bis zum 18. Februar 2013 gefolgt. Mit einem furiosen Start stieg der Titel Grün. Le vert de la Provence an drei Kindle-Aktionstagen auf die Nummer 1 der Krimi-Bestsellerliste. Wir wollten es genauer wissen was und wie er schreibt. Zum Interview >>

Weiterführende Infos

tom-burger.de: Tom Burger – Der Blog des Autors
http://www.tom-burger.de/home.html >>
 
facebook.com: Tom Burger
https://www.facebook.com/tomburger.autor >>
Autor: cm | krimi-tick.de

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