krimi-tick.de

Social Reading – Lesen 2.0 im digitalen Zeitalter

Feb 24, 13 • WebtippNo CommentsRead More »
FacebookLinkedInTwitterGoogle+PinterestEmpfehlen

Das Lesen von Büchern erfordert Muße, Ruhe und Zeit und ist oftmals auch eine recht einsame Beschäftigung. Das muß jedoch im Internetzeitalter nicht so bleiben, denn Lesen 2.0 im digitalen Zeitalter beinhaltet auch über die Bücher zu reden. Bei Social Reading bedeutet Lesen auch vernetztes Lesen.Wer hat diese Situation nicht schon einmal selbst erlebt: „Ein tolles Buch, total spannend – das beschäftigt mich sehr! Aber mit wem kann ich

socialmedia

Gerd Altmann / pixelio.de

jetzt darüber reden?“ Das fällt schwer, wenn im persönlichen Bekanntenkreis gerade niemand dasselbe Buch liest. Oder auch kein Bekannter einen ähnlichen Geschmack hat.

Was liegt dann näher, als sich im Internet auf die Suche nach Gleichgesinnten zu machen?

Undenkbar das dieses Bedürfnis bedient werden kann, wenn nicht zwei Dinge zusammenkommen:

  1. Digitalisierung von Medieninhalten
  2. Social Web

Digitalisierung von Medieninhalten

Digitalisierte Medieninhalte, gemeint sind damit Bücher und Texte, können öffentlich gelesen, diskutiert und kommentiert werden. Undenkbar für eingefleischte Social Media Nutzer nur über etwas zu reden, ohne gleichzeitig das Objekt der Begierde auch zu zeigen. Damit kann anschauhlich, transparent und für jeden Teilnehmer nachvollziehbar über ein Buch, oder auch einen Text gesprochen werden.

Im Internet finden Gespräche über Bücher überall dort statt, wo Menschen miteinander in Kontakt treten: in Foren, Blogs, Sozialen Netzwerken und Ähnlichem. Allen diesen Kommunikationsformen wäre die Grundlage entzogen, wenn die Inhalte, um die es dabei geht, nicht auch digital vorliegen würden.

Social Web

Wenn ein Leser zum Lesen eines Bucher, oder eines Textes, sowieso sein mobiles Endgerät benutzt, wird er ohnehin zum User. Also kann das Lesen auch gleich zum sozialen Erlebnis – zum Miteinander – werden. Die Zeiten der einsamen Leserei im stillen Kämmerlein mit markierten Textpassagen oder herausgeschriebenen Teilen sind vorbei.

In der Praxis lassen sich gelesene Textpassagen direkt im digitalen Buch unterstreichen, per Email oder Twitter verschicken oder bei Facebook posten. Durch Social Reading haben die Leser die Möglichkeit über das Netz miteinander über das Gelesene zu diskutieren.

Und der Trend geht sogar noch weiter: Einige Communities machen es sich schon zur Aufgabe, Geschichten weiterzuspinnen und Fortsetzungen zu gelesenen Büchern zu schreiben. Ein gutes Beispiel für diesen gelungenen Ansatz ist „The golden notebook“ von Doris Lessing. Beim Social Writing tun sich Leser und Autoren zusammen und erschaffen im Netz neue Welten, die auf bestehenden Geschichten basieren.

Weiterführende Quellen:

Bundeszentrale für politische Bildung: Social Reading – Lesen im digitalen Zeitalter
http://www.bpb.de/apuz/145378/social-reading-lesen-im-digitalen-zeitalter?p=all >>
 
netzwertig.com: Social Reading – Wie die Buchwelt und das Netz sich langsam kennenlernen
http://netzwertig.com/2012/03/07/social-reading-wie-die-buchwelt-und-das-netz-sich-langsam-kennenlernen/ >>
 
Hessischer Rundfunk Online: Social Reading – Einsam lesen war gestern
http://www.hr-online.de/website/specials/buchmesse2012/index.jsp?rubrik=75679&key=standard_document_46066345 >>
 
buchreport.de: Facebook wird zum Bücher-Lotsen
http://www.buchreport.de/nachrichten/online/online_nachricht/datum/2013/01/23/facebook-wird-zum-buecher-lotsen.htm >>
 
The golden notebook (Doris Lessing)
http://thegoldennotebook.org/ >>

 

Autor: cm | krimi-tick.de

Tags:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

15 − 11 =