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eBooks eignen sich hervorragend zur Publikation eigener Werke

Feb 13, 13 • ebookNo CommentsRead More »
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Self-Publishing – Lektor, Verleger, Vermarkter und natürlich Autor in einer Person – dass das hervorragend funktionieren kann, hat nicht nur Amanda Hocking  >> gezeigt.
Es scheint auch ganz einfach: Bei Amazon einen Account erstellen (kostenlos), das eigene Manuskript ein wenig aufbereiten, die Datei hochladen, ein paar Metadaten eingeben – das war es auch schon! Die Frage ‚Wie finde ich einen Verlag‘ hat sich damit geändert zu ‚Ist ein Verlag für mich der richtige Weg‘.

Sabrina Qunaj | Facebook

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In der Praxis ist es allerdings nicht immer ganz so einfach. Im Grunde muss der Autor zum Multitalent werden und alle Verlagsfunktionen selber übernehmen:

  • Die kritische Prüfung des Projekts: Eine gute Marktkenntnis ist wichtig zur Beurteilung der Erfolgschancen des eigenen Werkes. Jeder Autor möchte, dass sein Buch gekauft und gelesen wird. Durch eine Marktanalyse wird das Risiko minimiert, sein eigenes Werk an den Lesern vorbei zu produzieren. Das Schicksal ist vorprogrammiert und kann schlimmstenfalls bedeuten: WOW – ich habe ein Buch geschrieben, aber keiner liest es.
  • Das Lektorat: Lektorate >> prüfen ein Manuskript strukturell und inhaltlich und geben Hinweise zu dessen Optimierung. Bei dem fertigen E-Book können Sie später nicht mehr die Verantwortung für Ungereimtheiten auf Dritte abschieben – Sie stehen dafür gerade, mit Ihrem Namen als Autor.
  • Das Korrektorat: Jeder Autor digitaler Bücher nutzt die Rechtschreibkorrektur des Textverarbeitungsprogrammes seiner Wahl. Jedoch weist diese Funktion oftmals Lücken auf, wenn es vor allem um wechselnde Schreibweisen geht. Jeder Leser toleriert Tippfehler nur bis zu einem gewissen Maße.
  • Der Buchtitel: Arbeitstitel, die einem als Autor während der Erstellung des eigenen Werkes im Kopfe rumgeistern sind eine Sache. Allerdings ist der Titel das Aushängeschild des Autors beim Verkauf seines eigenen Werkes. Darum stellt sich die Frage: Ist der Titel Zielgruppenrelevant? Die Auswahl des Titels ist das Aushängeschild des Autors und bahnt den Weg zum Käufer.
  • Die Grafiken: Das eigene Buch braucht ein peppiges und aussagefähiges Buchcover. Das Cover ist die Visitenkarte des eBooks und bahnt zusammen mit dem Titel den Weg zum Leser. Zusätzlich sind die Beschränkungen bei der Darstellung von Bildern zu bedenken, die durch die Verwendung der unterschiedlichsten eBook-Reader der eigenen Leser zustandekommen.
  • Legal affairs: Geklärt sein muss, ob die verwendeten Materialien innerhalb des eigenen Buches auch rechtlich für die Verwendung freigegeben und damit verfügbar sind. Quellenhinweise sollten korrekt und vollständig genannt sein.
  • Die Formatierung und Konvertierung des Manuskripts: Jeder Autor hat Vorstellungen vom Aussehen seines Buches. Schließlich hat man lange daran gearbeitet und eine Menge „Hirnschmalz“ dabei verwendet. Nur: Wie erzeugt man aus dem eigenen Textverarbeitungsprogramm ein eBook? Dafür gibt es Programme (z.B. <a href=“http://de.wikipedia.org/wiki/Calibre“ target=“_blank“>Calibre >> </a>), deren Anwendung oftmals nicht einfach ist. Vor allem dann nicht, wenn Sonderformatierungen, Inhaltsverzeichnisse, Bilder, Referenzlisten im eigenen Buch vorhanden sind.
  • Die Metadaten: Amazon verlangt beim Hochladen des eigenen eBooks zum Verkauf auf der Plattform mehrere Pflichtangaben. Ohne diese adäquat eingegeben zu haben, ist keine Publikation möglich. Haben Sie beispielsweise eine ISBN für das E-Book beantragt? Brauchen Sie eine ISBN? Wer soll alles (und in welcher Schreibweise) als Autor, Co-Autor und sonstiger Beteiligter genannt werden? In welchen Kategorien soll das E-Book gelistet werden? Wie lautet die Buchbeschreibung?
  • Die Preisfindung: Der Preis ist mitentscheidend über die Akzeptanz am Markt und damit auch über die Höhe der eigenen Tantiemen. Aufpassen muss man auch bei der Buchpreisbindung, die in Deutschland auch für eBooks gilt. Als selbstpublizierender Autor ist man auch Verleger – mit allen Rechten und Pflichten.
  • Die Promotion-Strategien: Allein mit dem technischen Vorgang des Publizierens ist es nicht getan. Nichts ist deprimierender als ein publiziertes eBook, das keine kauft und bei denen man auch nach 2 Monaten immer noch eine 0 im Verkaufsreporting sieht. Das Buch verkauft sich nicht von selbst.
  • Updates: Mit dem einmaligen publizieren ist der Job als publizierender Autor nicht getan. Es müssen Katalogdaten ergänzt werden, ein Katalogexemplar an die  Deutsche Nationalbibliothek DNB übergeben werden. eBooks sind im Gegensatz zu ihren gedruckten Brüdern dynamisch und lassen sich sehr schnell und jederzeit aktualisieren.

Autor: cm | krimi-tick.de

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